(k. Hartmann von An der Lan.) Aus Tirol wird der „N. Fr. Pr. " geschrieben: Am 15. August beging unser berühmter Landsmann, der Franziskaner k. Hartmann von An der Lan- Hochbrunn, dessen Oratorien in Wien im großen Musikvereinssaale zur Aufführung gebracht wurden, den 25. Jahrestag seines Eintrittes in den Franziskanerorden. Zahlreiche Festgrüße aus nah und fern kamen nach Rom, wo k. Hartmann in der engen Zelle des Klosters Ara Coeli, hoch ' gben auf dem Kapitolinischen Hügel, eben die letzte Hgnd ' an sein großes Oratorium „ Das heilige Abendmahl " gelegt hat, von dem Kenner der Kirchenmusik behaupten, es übertreffe die Oratorien „ Petrus " und „ Franziskus ", mit welchen der Pater von Neapel bis Petersburg so viel Erfolg hatte.?. Hartmann hat diese Riesenwerke in je fünf Monaten niedergeschrieben, mit eigener Hand die Reinschrift besorgt und sie auf dem von seinem Lehrer Homeyer in Leipzig ihm geschenkten Pedalklavier sich stückweise vorgespielt. Das neue Oratorium bezeichfnet der Kompositeur als sein „ bestes ". Der Mit diesen Worten ging er wieder in die Stube, setzte sich ans Fenster, zündete sich eine Pfeife voll an und sah starr in den Hof. Ihm war übel zu Mute. Er dachte an seine Hochzeit mit der Veitin, wie er sie noch gerne habe, wie sie langsam zur Herrschaft gekommen sei, daß er doch der Herr im Hanse sein sollte; daß er ein Esel sei; dabei siel ihm wieder die Eisenbahnfahrt ein. Das schlechte Gewissen, die Reue und die Selbstverachtung Hand in Hand bereiteten ihm unsäglichen Kummer. — Und wohin fuhr die Veitin? Die fuhr derweil zum Bezirksrichter Dr. Feller; der würde die Sache schon herausbringen. So unrichtig war der Schluß nicht, denn der war als ein ebenso leutseliger als tüchtiger Mann weitum bekannt. Sie traf ihn im Amte und bat ihn auf „ ein paar Worte " allein sprechen zu können. Dr. Feller — er kannte die Veitin schon — führte sie in sein Arbeitszimmer und forderte sie lächelnd aus, zu erzählen. Als sie mit dem Sachlichen zu Ende war, mußte er endlich dem Redestrom Einhalt tun, denn dem Tatbestände folgte die ganze Wirtschaftsgeschichte des Veit ' schen Anwesens, ein Sündenregister des Veit, in dem eine Hauptpost — daß er ein Esel sei — sehr oft aufgeführt war, eine Darlegung ihrer eigenen Tätigkeit im Hauswesen u. s. w. „Schön, Veitin, schön. Wem hat das Geld gehört, ihm oder Euch? " deutsche Kaiser hat die Widmung des „ Heiligen Abendmahl " angenommen. AM meisten gefällt dün Wenigen, die es gehört, die kunstvolle Verarbeitung einer alten Synagogalmelodie, eines rabbinischen Gesanges vom Versöhnungstage und das Oster - Halleluja.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 17. August 1904, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7541-25-jubilaeum-des-ordens-eintritts-des-k-hartmann-und-vollendung-1904).
Zwei Personen wurden bereits verhaftet. Wiltner Kirchenbmwereil,. Die Generalversammlung des Wcktuer Kirchenbauvoreins, welche am letzten Samstag im Hotel „Veldidena " ftattfand, wies einen sehr starken Besuch aus. Der O …
(Mosaikbild.) Am Donnerstag nachmittag wurde ober dem Eingänge in das hiesige Kapuzinerkloster ein Mosaikbild, den hl. Franziskus darstellend, die Spende eines ungenannt sein wollenden Wohltäters des Klosters, eingesetzt …
Vor kurzem starb im Spitale zu Zell am Ziller Maria Ob lasser, vulgo „ Schtnirna- Moidl ", im Alter von 96 Jahren. Ihre Eltern und Geschwister waren Anno 1837 alle protestantisch geworden und nach Preußen ausgewandert. V …
Der hochw. Festredner?. Zehngruber 8. 4. legte in erhebenden Worten die Notwendigkeit und den Segen eines Gotteshauses für Reich und Arm dar und erzählte, wie erfinderisch im Mittelalter der Eifer !n er Gadenspenduttg fü …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.