Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
KANALBAU ÜBER RÖMERRESTEN

Vorgefährdung der römischen Kulturstätte Veldidena durch Kanalisierungsarbeiten in Wilten

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 28. Februar 1905 · Seite 3 · #Archäologie
E. Bestaux hält am Mittwoch im Hörsaale VI. der Universität einen Vortrag über „Le paraon dans ie mariage. 14 (Die Kanalisation in Wilten und die Veldidenafrage.) In nicht allzuferuer Zeit wird der althistorische Boden des ehern aligen Veldidena gelegentlich der Kanalisierungsarbeiten kreuz und quer durchwühlt werden^ ,Es kann wohl gar keinem Zweifel unterliegen, ‘ daß man hiebei da und dort auf Spuren ^dieser, während der Römerherrschast bedeutungsvollen Kulturstätte stoßen wird, es ist aber zugleich sehr zu befürchten, daß, falls nicht entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, mancher römische Mauerrest und mancher Fund unberücksichtigt bleiben wird, und die Möglichkeit. piner Verfolgung dieser gewiß hochinteressanten Frage nach Beendigung der Kanalisation wieder in weite Ferne gerückt wird. Es wäre wirklich nicht überflüssig, werxn sich der Stadtmagistrat für diese Frage in irgendeiner Weise interessieren und sür eine zuverlässige fachmännische Überwachung Sorge tragen würde. Gcknz besonders dürste hiebei der Boden in der weiteren Umgebung des Klosters und der Pfarrkirche von Wilten, ferner das Terrain zwischen ^der Bartolomüuskirche und Pradl zu berücksichtigen sein. Veldidena war der Knotenpunkt der vom Süden, Osten und von Augsburg kommenden römischen Heeresstraßen, und bestand noch staut den „ uotüia dignitatum utriusque imperii ") um das Jahr 400.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 28. Februar 1905, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7666-vorgefaehrdung-der-roemischen-kulturstaette-veldidena-durch-1905).

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