Charakter der neuen Pfarrkirche angepaßt. Sie führt zuerst in der üblichen Einleitungsformel den Namen von Papst, Kaiser, Bischof, des Abtes von Witten als Patronatsherrn der Kirche und des Bürgermeisters der Stadt an, erwähnt dann, daß die alte Kirche kaum fstr 200 Personen reichte und die Psarrgemeinde Pradl jetzt über 2000 Personen zähle. Hieraus erzählt sie in gedrängtester Kürze eine Geschichte des K ' irchenbauvereines, wobei sie dankbar der Wohltäter des edlen Werkes gedenkt. Sie berichtet, daß der am 9. Mai 1887 verstorbene Bauer Josef Fitzthumin Pradl den Anlaß zum Kirchenbaue gab, indem er in seinem Testamente vorn 23. Oktober 1885 sein ganzes Anwesen bent schönen Zwecke widmete. Der anr 23. Dezember 1887 genehmigte Kirchenbauverein, der damalige Pfarrer Anton Josef Dosser, welcher von 1884 bis 1892 der Seelsorge in Pradl Vorstand und am 28. März 1905 starb, sowie dessen Amtsnachfolger, ferner die Obmänner des Vereines, Johann Wieser, gestorben 4. Mai 1903, Andrä Tollinger, gestorben 27. Juni 1903, Anton Plattner, gestorben 22. April 1904, und Josef Faller, die rührigen Ausschußmitglieder, Sammler und Sammlerinnen, die Mildtätigkeit der Bewohner Innsbrucks und der Umgebung, endlich des Prämonstratenser- Chorherrenstistes Wilten, welches außer großen jährlichen Beiträgen den ganzen Baugrund samt dem umliegenden öffentlichen Platz unentgeltlich widmete, die Innsbrucker Sparkasse und die Gutsbesitzerin Anna Witwe Haidacher, geb. Riedl, Broslerbäuerin irr Pradl, sind als besondere Förderer des Kirchenbaues ausgesührt. Endlich wird noch des Architekten pnd kgl. Professors Josef Schmitz irr Nürnberg, welcher die Plärre entwarf, der beu Bau auss ' ührenden Firma Josef Mayr, des Bauinspektors rrnd Leiters, Diözesanarchitekt und Baurat Josef Hutter gedacht. Dem begonnen Werke wünscht zürn Schlrrsse eine glückliche Vollendung der gegenwärtige Pfarrer Johann Vinatzer, Chorherr von Wilten. Die Urkunde mit drei Aquarellen geschmückt, wovon eines als Initiale das Gnadenbild ( Kopie des Kranachschen Mariahilfbildes irr der Sl. Jakobspfarrkirche) zeigt, welches den Anstoß zur Erbauung der alten Seelsnrgskirche von Pradl gab. Das zweite Aquarell stellt das jetzige alte Gotteshaus von der Südseite dar, das dritte Bild führt einen Teil der neuen Pfarrkirche vor und zwar die nordwestliche Seite mit dem stattlichen Turme. Außerdem ist noch das Wappen des Stiftes Wilten angebracht, nämlich ' schwarzer Rost und " bret silberne Steine auf rotem Grunde ( an die Marter der Patrone St. Laurentius und St. Stephanos erinnernd). Dazwischen ein kegelförmiger Balken nut den Farben grün tveiß grün des sagenhaften Riesen Haymon - Wappens. Die hübsche kupferne Kassette für die Kirche lieferte Spänglermeister Alois Pichler in Pradl. Der Grundstein, in welchem die Urkunde eingelegt wird, befindet sich auf der Südseite im Querschiffe der Kirche.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 6. Oktober 1905, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7860-widmung-der-neuen-pfarrkirche-in-pradl-mit-dank-an-wohltaeter-und-1905).
Nachdem allen Wohltätern und Sammlerinnen der Dank durch Erheben von den Sitzen ausgedrückt worden war, wurde bekanntge- Zeöen, daß der Vereinsausschuß sich in diesem Jahre mit der Beschaffung des Bauplanes beschäftigen …
bei und ließ sie in der Stiftskirche begraben. Im Jahre 1590 starb auch die bisherige Stiftsoberin Erzherzogin Magdalena und wurde neben ihren Schwestern bestattet. 1788 wurden die Särge der drei Schwestern sowie die der …
(Panik in der Ser vitenkirche.) Vorgestern vormittag gegen halb 10 Uhr wurde in der Vorhalle der Servitenkirche ein Mann von einem epileptischen Anfalle betroffen und stürzte zu Boden. In der nächsten Umgebung verursacht …
(Introduktion einer Stiftsdame.) Gestern fand in der Damenstiftskapelle der k. k. Hofburg die feierliche Introduktion der von Ihrer k. u. k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Josefa mit höchster Entschl …
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