Betriebsinspektorats, Oberingegenieur unb Verkehrsveferent Kaizl, MaschinerB direktor - Stellvertreter Ing. H a n t s ch k e, weiters die Beamten des Betriebsinspektorats Inns brnck, und die Stationschefs der Strecke, insgesamt etwa 80 Personen. Im Verlaufe des vom Hotelier in jeder Hinsicht tadellos beigesiellten Mahles ergriff Oberinspektor dipl. Ingenieur Karl Jenny das Wort. Er begrüßte den Herrn Direktor kaiserl. Rat Strack und alle, die gekommen waren, | um diesen Abend mitzufeiern, und schilderte dann den Verlauf der 47jährigen Dienstzeit, auf welche der scheidende Vorstand nunmehr zurückblickt. Nach Absolvierung der Technik am Joanneum in Graz trat Franz Strack als Praktikant in die Maschinenfabrik der Staatsbahngesellschaft unter Direktor Haswell ein. Aus dieser Zeit praktischer Tätigkeit im Maschinenbau stammt sein lebhaftes Interesse und Verständnis für alle technischen Fragen. Im Juni 1859 kam er unter dem Verkehrsdirektor R. von Meißner und Generaldirektor Lapeiriere in den Dienst der Südbahn als technischer Eleve, und war im Verkehrs und Platzdienst des Wiener Südbahnhofes tätig, wo er sich sehr auszeichnete. Sehr bald wurde er zum. Stationschef am Semmering ernannt, und wirkte als solcher dann auch ' in Spital a. d. D. Als Verkehrskontroller war er dann in Brixen, Innsbruck, Kanisza, Lienz und Klagensurt tätig. Seine Wirksamkeit im exekutiven Verkehrsdienst wurde wiederholt seitens der Generaldirektion belebend anerkannt und hervorgehoben, so besonders anläßlich der Hochwasserkatastrophen in den Jahren 1881 und 1883. Nach seiner 1884 erfolgten Einberufung zur Verkehrsdirektion in Wien wurde er wiederholt in schwierigen und wichtigen Fragen reformatorischer und organisatorischer Art zu Rate gezogen und legte dabei großes Geschick an den Tag. Seine Arbeiten zeichnete stets ein Stil von seltener Klarheit aus. Erst im Jahre 1897 wurde sein Lieblingswunsch nach einem selbständigen Tätigkeitsgebiete erfüllt und er wurde an Stelle des nach Wien berufenen, inzwischen verstorbenen Verkehrsdirektors C a s p e r als Verkehrschef der Tiroler Südbahnlinien bestellt, wo er bald als erster Vorstand des neugegründeten Betriebsinspektorats in Innsbruck alle Betriebszweige unter seiner Leitung vereinigte und seine reiche Erfahrung voll betätigen konnte. Seine großen und verschiedenartigen Aufgaben verwaltete er stets mit Unermüdlichkeit, Geschick und Umsicht. Sein Scheiden aus dem liebgewonnenen Wirkungskreise wird von seinen Mitarbeitern und Untergebenen lebhaft bedauert. Seine liebenswürdigen Umgangsformen, seine stete Bereitwilligkeit, jedem zu nützen und sein nie versagender Wiener Humor sicherte ihm die Anerkennung und Fremldschaft der weitesten Kreise. Da kaiserl. Rat Strack seinen Ruhesitz in Innsbruck ausschlagen wird, so wird er gewiß mit seinen zahlreichen Freunden aus der Eisenbahnwelt in stetem Verkehr bleiben. Wir können also nur wünschen, daß ihm in voller geistiger uud körperlicher Frische noch recht viele Jahre beschieden sein mögen. Im Namen der Beamtenschaft überreichte der Redner dem Gefeierten eine prächtige Standuhr mit dem Wunsche, sie möge ihm stets glückliche Stunden schlagen. Oberinspektor Jenny hatte seine Rede in tiefer Bewegung beendet; es erfolgte darnach eine laute und herzliche Kundgebung für " den scheidenden Direktor. Als zweiter Redner sprach Oberbaurat P i chler aus Wien namens der Bahnverwaltung und Generaldirektion, und feierte den kaiserl. Rat Strack als einen gottbegnadeten Mann, den alle ungern scheiden sehen, und dem für seine große Tätigkeit ein recht angenehmer Genuß des Ruhestandes beschieden sein möge. Inspektor Riedmayr gedachte besonders des guten Beispiels, das Direktor Strack stets gab, der auch in schweren Zeiten mit frischem Humor die Hindernisse besiegte. Weiter sprachen noch Oberingenieur R 0 t h e r, Maschinendirektor - Stellvertreter H a n t s ch k e, letzterer mythologisch humoristisch, namens des Eisenbahn - Sängerklubs Verkehrskontrollor Lukas, welcher Rede die Absingung des Wahlspruches folgte, Assessor Wopsner namens der bayerischen Staatsbahnverwaltung, Oberinspektor Wilhelm, der auch der Familie des Gefeierten gedachte, und Tr. v.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 11. Dezember 1905, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7915-ehrung-des-scheidenden-verkehrsdirektors-strack-durch-die-1905).
(I n n s v r u ck e r St a d r b a h n.) „ Wiener Zeitung " vom 31. Tczenwer vervstcntlicht die Konzessionsurkunde vom 24. Dezember 1904, sür mehrere schmalspurige Lokalbahnlinien im Gebiete der Landeshauptstadt Innsbruc …
Lebensjahre. (Verkehrshindernisse.) Der Bau der Oberleitung für die elektrische Stadtbahn hat begonnen. Hiebei werden jedoch die Masten für die Oberleitung nicht, wie sonst überall, hart an den Rand der Fahrbahn, sondern …
(Ötztaler Bahnwünsche.) Aus dem Otztale wird uns geschrieben: Man liest häufig von Projekten elektrischer Bahnen, die nicht nur in die kleineren Täler, sondern auch nach hochgelegenen Sommerfrischorten Tirols geführt wer …
(Die Hungerburgbahn.) Ende Mai (der Tag ist noch nicht bestimmt) findet die politische Begehung der projektierten Bahnlrnie zur tzungerburg statt. In letzter Zeit sprach man davon, es sei beabsichtigt, auf einer Adhäsion …
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