so erfroren sehn. A wollens Flöckl Zu an Kinderröckl Und an Überdöckl Und a spitzes Schlappt Und a warmes Lappt Zu an Kinderkappl, Das nehmt nur a mit! Otla Opfl Und a weizes Zöpsl Und a Suppntöpfl Und a Amulettl Und a Unteröettl Und a Wiegengrätl, Das vergeßt mir ja nit! fr Gsätzl. Göttlichs Kindlein, sieh, wir komnten Arme Hirten sind wir nur! Du bist Gott, der angenommen i Unsre menschliche Natur. /: Ach, wir sind nicht wert zu gehen Hin zur Krippe, dich zu sehen.: / Baß: Dem Mubieht wird im Stall allein Gewiß, gewiß die Weitlang sein. I machet ihm gern a Kurzweil, an Spaß, Was soll i ihm bringen? I weiß schon was: A Voglhäusl Mit an Tannenmeisl Und das schöne Zeisl Und a paar Nachtigalln Tuan gewiß vor alln A dem Kindlein g ' falln. Nu, so leg ' n wir ' s ihm eint 's rveiße Lampt Hupfauf - Trimpltrampl ^ Und a Grillhäusl, Und a Blümensträußl, Das nmaß. a darbei fcitf. 6. Gsätzl. Doch du wirst zu aller Freuden Einntal nnsers gleicher: sein. Wirst als guter Hirt einst weiden Deine Schäfte !u lieb und fein. /: Also liebes Brüderlein, Laß uns dir willkommen sein!: / Baß: Was hat er etwa tto recht gern. Was soll i ihm denn no verehr ' n? Er wird amal a guter Hirt, Jetzt weiß i schon, tvas ihm gebührt: dl Hirtentaschl Mit an roten Maschl, Und a Kirbisslaschl, Fürs Hirtepknabl. Zu nan Wiegengabl, Auch a Hirteilstabl, - Das leg ich ihn: ein. Godefriedl, Gelt a Schaserliedl, Und a Hirtenhüatl Und a Hirtenschwögl Und a Salbentögl, Und a Lecktrögl Tuat dir angenehm sein! 7. Gsätzl. Holdes Kindleitt, sieh, nur kommen, Dich zu herzen inniglich; Laß uns unser Heimat frömmelt, Herz auch uns, wir bitten dich! /: Send uns dann mit Heil und Glück Reich beschenkt nach Haus ' zurück!: / ;8. Gsätzl. Göttliches Kinde ' leiu, Wart, du kriegst ' s bald recht fein Dir und den Eltern dein Legen wir ein. /: Schließt du dann still und fein, Deine Gnckäugelein, Herziges Kindelein, Wird es uns freu ' n.: / Voranstehendes Hirtenlied hat seine Heimat irr Hötting und ist wohl schon über hundert Jahre alt. Es gibt uns eine Vorstellung von der kindlichen Religiosität und der « naiven Empfindung unserer Vorfahren, die das neue Geschlecht kaum mehr zu begreifen ' vermag. Der Einsender erhielt dieses Hirtenlied von einem Freunde, den: es vor etwa zwanzig Jahren ein greiser Pflegling des Höttinger Armenhauses in die Feder biftfertc. Das alte Männlein erzählte auch, das „ Hirtensingen " sei in alten Zeiten besonders in den Gasthäusern Höttings sehr beliebt gewesen. Auch ans der Stadt kamen viele Leute mit ihren Kindern als Zuhörer. Ms Tirol Anno 1809 bayerisch wurde, sei es alsbald verboten worden. Die „ Hirtensinger " waren in sommerliche Alpentracht gekleidet, mit Hirtenstab und Hirtentasche versehen, und stellten gern Unterinntaler, Zillertaler, Pusterer oder Pseirer dar.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 23. Dezember 1905, S. 17, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7922-altes-hoettinger-hirtenlied-aus-ueber-hundert-jahren-erzaehlt-von-1905).
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Theater und Musik. (JnnsbruckerStadttheater.) Aus der Theaterkanzlei wird uns mitgeteilt: Heute kommt als 116. Vorstellung im Abonnement, Serie braun, das Engel - Horst ' sche Volksstück mit Gesang: „Der grade Michel " z …
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