Das soziale Wirken des Jugend- Fürsorgevereines. Die in den letzten Jahren auf verschiedenen Gebieten bei uns rege gewordene soziale Tätigkeit erhöht sich andauernd. Die vielgestaltige Not schreit nach Hilfe und nach ' Linderung ihrer Schmerzen. Zu den vermöge Umfang und Art der Wirksamkeit hervorragendsten Wohlfahrtseinrichtungen des Landes zählt der „ Fugendfürsorgeverein für Tirol ". Der Ende Mai erschienene, lesenswerte zweite Jahresbericht des Vereines erzählt von der in l 3 / * Fahren bis 1. Jänner 1906 geleisteten Schutzarbeit für unsere verwahrloste und gefährdete Fugend. Ein trauriges, und doch oft des erreichten Guten freudiges Bild zugleich! Seit Jahresanfang wurde der Verein schon wieder zur Rettung von 230 Jugendlichen aufgeboten, so daß dermalen 700 solcher feine Fürsorge genießen. Fast kein Tag vergeht, ohne einen neuen Schützling. Dank vieler mildtätiger Herzen, die solch arme, junge Geschöpfe meist unentgeltlich in Erziehung und Pflege nehmen, und Dank der bisherigen finanziellen Unterstützung des Vereines, die ihm Staat, Land und zum Teil Gemeinden wie Private gewähren, vermochte er seiner Aufgabe wohl gerecht zu werden. Die Art ihrer Lösung, die bei dem Massenandrang der Hilfesuchenden stets schwieriger wird, findet die Anerkennung und Zustimmung der berufensten öffentlichen Faktoren. So hat das k. k. Justizministerium in einem Schreiben aus jüngster Zeit der Vereinsleitung bekannt gegeben, daß es aus dem Berichte über das zweite Vereinsjahr mit aufrichtiger Freude von der planmäßigen, rastlosen und erfolgreichen Tätigkeit des Vereines Kenntnis genommen habe, und daß es ihm ein Bedürfnis sei, dem Verein für sein mustergebendes, segensvolles Wirken den wärmsten Dank und die vollste Anerkennung auszusprechen. Der Verein kann hierin nur einen neuen Ansporn zu fortgesetzter, eifriger Tätigkeit erblicken. Er vertraut dabei aber darauf, daß die öffentliche wie private Mildtätigkeit sich seiner wärmstens annimmt.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 25. August 1906, S. 18, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8044-wuerdigung-des-jugendfuersorgevereins-durch-das-justizministerium-1906).
Kirchliche Nachrichten. (Kirchenmusik.) Freunden der Kirchenmusik teile " wir mit, daß am Karfreitag um halb 8 Uhr in der Pfarrkirche das btabat mater und am Ostersonntage um 9 Uhr in der Jesuitenkirche die Festmesse in …
Nr. 86. Seite 37. _ Volkswirtschaftliches. (Gartenbauverein in Innsbruck.) Mittwoch den 4. d. Mts. hielt der Gartenbauverein beim „ Bierwastl " seine ordentliche Jahresversammlung ab. D » er Vorstand, Dr. Joses Winkler, …
Min. (Plaseller - Wettschreiben.) Wie alljährlich wird an einem Sonntage des Monates Juni das Plaseller - Wettschreiven in Verbindung mit einem Preisschreiben für Geschäftsstenographie abgehalten werden. Ort und Zeit wir …
Medieninhaber und Herausgeber:
Fontes – Digitale Quelleneditionen zur Geschichte Tirols
[Name / Institution eintragen]
[Straße, PLZ Ort, Österreich]
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.