Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
KNIEPASS ZURÜCKSPRENGEN

Beantragte Erweiterung des Kniepasses am Lech zur Beseitigung der Stauwirkungen

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 17. Oktober 1906 · Seite 7 · #Flüsse und Wildbäche
" (Lecherweiterung im Knie paß bell nt er letzen.) Der Tiroler LandesausschuI hat unterm 21. v. M. das Ansuchen um nähme des wasserrechtlichen Ediktalverfahrens nach 8 82 tirol. Wass. - Ges. über das vom Lawdesbauamte verfaßte Projekt einer Aussprewgung der engsten Stellen des Leches in der Schlucht am Kniepasse gestellt. In Entsprechung dieses Ansuchens wird hiemit folgendes verlaup bart: Aus den bisher gepflogenen Erhebungen geht mit Sicherheit hervor, daß die Aussüh - - rung der projektierten Regulierung ' Ehenbichl - - Unterletzeu aus einen Erfolg, nicht rechnen kann, wenn die oft schon verhängnisvoll gewori l dene Stauwirkung des Kniepasses nicht beseitigt wird. Um den verderblichen Folgen zu entgehen, gibt es nur ein Mittel und das in den Rückstau durch Erweiterung der zu engeU Stellen im Kniepaß zu beseitigen. Es sollest daher Sprengungen am Lech, in der Enge des Kniepasses derart durchgeführt lverden, daß aN dieser Stelle eine durchschnittlich 26 Meter breite Hochwassersohle geschaffen wird. Die Ausführung der Krnepaßerweiterung kann nur ln den Wintermonaten November bis März erfolgen und soll wenn tunlich noch vor odA mindestens gleichzeitig mit der LechregulieruM Ehenbichl - Unterletzen in Angriff genommen weO den. Bei den Sprengarbeiten wird darauf RüOsicht genommen werden, daß das gelöste MM teriale aus den Schluchtstrecken hinausgeschaM oder soweit das nicht möglich sein würde, beim Sprengen möglichst zerstäubt werde. Die Kosten der Kniepaß - Er \ veiteruug betragen Nach. dem Voranschläge 60. 000 Kronen und werden ans dem Baufonde der projektierten Lechregulierunst Ehenbichl llnterletzen bestritten. Die konunissich nelle Erhebung über die Zulässigkeit, die Art, die Bedingungen und den llmsang der geplathten Lecher Weiterung, anfällige Grnnd abtretuHgeu wird auf Samstag den 10. November an> georduet. Me Projektspläne samt dem KosteH Voranschläge liegen bis mllusive 9. NovemM bei der k. k. Berzirkshauptmannschast Reutte während der gewöhnlichen Amtsstunden zu jedHss luanns Einsicht auf. Einwendungen gegen dH Projekt sind, soserne sie nicht schon früher M der k. k. Bezirkshauptnrannschaft Reutte geltend gemacht wurden, bei der kommissionellen Vex? handlullg anzubringen, widrigerlfalls die BeteKllgten der beabsichtigten
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 17. Oktober 1906, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8065-beantragte-erweiterung-des-kniepasses-am-lech-zur-beseitigung-der-1906).

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