Jänner 1907 mit ganz überwiegender Majorität der Regierung den schuldigen Dank für die Lokalbahnvorlage und speziell für die in derselben enthaltenen reichlichen Subventionen für die Teilstrecken Innsbruck— Scharnitz und Grießen — Lermoos — Reutte der Bahnlinie Innsbruck — Reutte votiert und die weiteren Bahnwünsche ihres Bezirkes der Regierung vorgetragen. Die Mitglieder der Handels und Gewerbekammer haben dadurch den Beweis geliefert, daß sie trotz vielleicht divergierender politischer Anschauungen oder lokaler Interessen jedem Unternehmen zustimmen, welches geeignet ist, dem wirtschaftlichen Fortschritte des Kammer- Lezirkes zu dienen und Handel, Industrie und Gewerbe zu fördern. Die diesbezügliche Resolution wurde nach der: einleitenden Worten des Herrn Kammerpräsidenten Walter ohne Debatte angenommen und ich war daher nicht in der Lage, bei der Sitzung über die so viel bekämpfte Mittenwalderbahnfrage Wahrheit und Klarheit zu verbreiten. Es sei mir daher gestattet, dies hiemit durch die Presse zu tun, und zwar insbesondere als Erwiderung auf die so eifrigst von derselben erörterten gegnerischen Anschauungen. Die ganze Lokalbahnvorlage umfaßt 14 Lokalbahnen, welche mit dem Gesamtbeträge von 17. 035. 000 Kronen subventioniert wurden, wovon 4 Linien auf Tirol, und zwar Innsbruck— Scharnitz mit einem Subventionsbetrage von 6. 100. 000 Kronen, Grießen — Lermoos — Reutte mit einem solchen von 3 Millionen Kronen, Oberbozen — Klobenstein mit 115. 000 Kronen, Bruneck — Sand mit 200. 000 Kronen, zusammen also 9,415. 000 Kronen entfallen. Von spruchreifen Tiroler Projekten lagen noch vor: die Linie Kufstein — Kössen, St. Johann — Kössen und Toblach — Cortina. Die beiden ersten Linien betreffen, wie jedermann zugeben muß, ein verhältnismäßig kleines lokales Gebiet und stehen miteinander in Konkurrenz, wodurch der Regierung eine Stellungnahme Zu diesen Projekten erschwert ist. Wir ersehen aber sowohl aus der Anzahl der subventionierten Linien, als auch aus der Höhe der bewilligten Beträge, daß Tirol sehr gut ckbgeschnitten hat und daß es damit und mit den vertragsmäßig sichergestellten Anschlüssen in Bayern über 130 km neue Lokalbahnen bekommt. Speziell Nordtirol hat alle Ursache, mit dem erzielten Resultate vollauf zufrieden zu sein, und ganz mit Unrecht wird die hochwichtige Linie Innsbruck — Reutte von Gegnern, die sich über den Standpunkt kleinlicher lokaler Interessen oder vielleicht auch politischer Gegensätze nicht erheben können, bekämpft, wie nachstehend dargetan werden soll. Unsere ganze ausgedehnte, in der Luftlinie 180 Kilometer lange Nordgrenze hat bisher nur zwei Ausfallstore nach Deutschland gehabt: im äußersten Westen Bregenz, im äußersten Osten Kufstein, während Bayern nicht weniger als sieben Bahnzweige von dieser Nordgrenze in der Richtung gegen München entsendet. Jeder Versuch, dieses hermetisch abgeschlossene Gebiet unserem Verkehre anzugliedern, blieb bis in die jüngste Zeit, d. i. bis zum Abschlüsse des Staatsvertrages vom November 1904, vergeblich. Mit den Bahnlinien Innsbruck — Scharnitz — Garmisch und Garmisch — Grießen. — Lermoos — Reutte nun bezwecken und erreichen wir auf vollkommenste, den Interessen des größten Teiles von Tirol am besten entsprechende Weise, die wichtigsten der bayerischen Bahnzweige an unserer Grenze für den Verkehr nach Süden zu
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 12. Jänner 1907, S. 32, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8120-wirtschaftliche-begruendung-der-lokalbahnvorlage-durch-die-handels-1907).
(Jnnb rücke bei Kranebitten.) Die „N. Fr. Pr. " bringt folgende Notiz: „ Nach lancr- Mittwoch den 23. Jänner 1907. jährigen Verhandlungen ist zwischen den Gex meinben Kranebitten ( soll heißen Gemeinde HM ting) und Völs …
Er ist an Herzschlag gestorben. (Von der Trambahn Innsbruck- Hall.) Aus Hall wird uns geschrieben: Die Trarmvay Innsbruck — Hall hat in diesem schnee - * reichen Winter eine schlimme Zeit. Schon beim geringsten Schneefal …
(Ein Lokalbahn - Projekt Hall — Schwaz.) Die Stadt Schwaz hat, wie die ,Unterinntaler Nachr. " schreiben, im Verein, mit Zivil - Ingenieur Ritter von Meinong an as k. k. Eisenbahnministerium ein Gesuch um ie Erteilung de …
(Von der Reichs strafte bei Zirl.) Man schreibt uns aus Zirl: Me Frage der Straßenerweiterung in unserem Dorfe, nächst der Kirche taucht wieder auf. Mar: wünscht allgemein, daß s: e nicht kvieder einschlase. Ferner wäre …
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