Deutsches Turnerbundesfest in Innsbruck. Gestern ist der Fest führ er erschienen, der allgemeinen Beifall findet. Besonders hinzuweifm ist. auf den Aussatz Prof. Edgar Metzers, des hochverdienten deutschen Vorkämpfers in Tirol, über Land und Leute, wirtschasts und volkstzolitische Zustände im Stzrachgrenzgeüiet von Südtirol. Jeder, der diesen Aufsatz liest, wird sich unwillkürlich der lebensvollen Abhandlung von xdil. Elsler „ Wo die Alpen sterben" erinnern, die in der von den „ Innsbrucker Nachrichten " anläßlich des Altzenvereinsfestes herausgegegebenen Festbeilage erschien, und jeder wird teilweise in ehrlicher Selbstanklage zugeben, daß wir bisher unseren Stammes genossen im Süden noch viel zu wenig unser „ Selbst " gewidmet haben. Von diesem Standpunkte ausgehend, wurde auch schon zur Zeit, als in Innsbruck noch nicht die Entscheidung für die Übernahme des 5. Turnerüundesfestes gefallen war, ein Besuch der deutschen Sprachinseln im „Welschlande" bestimmt in Aussicht genommen. Als sich, dann Herr Prof. Edgar Meyer für die möglichst günstige Verwirklichung dieses Planes in zuvorkommender Weise zur Verfügung stellte, war vorauszusehen, daß die Südtiroler Fahrt in erster Linie das Interesse nicht nur der Festteilnehmer sondern auch weiterer Kreise in Anspruch nehmen werde. Nun schließt zwar der Umstand, daß die Hauptmasse der Turner nicht mit Glücksgütern gesegnet ist, von vornherein eine Massenbeteiligung aus. Trotze dem aber kann mit Sicherheit gesagt werden, daß die Mindestzahl, die von vornherein für diese Fahrt gegeben erscheint, überschritten werden wird. An dieser Stelle muß betont werden, daß nichtturnerische Kreise bis jetzt wohl viel Interesse, aber noch wenig tätige Teilnahme für diesen Nicht als reine Festbummelei,. sondern als völkische Wehrsahrt aufzufassenden Besuch bewiesen haben. Die Hoffnung, daß sich am Menstag bei der Fahrt auch Angehörige anderer völkischer Vereine einstellen werden ^ sollte nicht trügerisch sein. Die landschaftlichen Genüsse dieser Fahrt werden Fremde und Einheimische voll befriedigen. Bezüglich ^ des allgemeinen turnerischen Teiles ist zu bemerken, daß sich nach den Anmeldungen ergibt, daß die Steigerungszahl, die am maßgebendsten bei den rein turnerischen Ziffern zutage tritt — allgemeine Freiübungen und WetLurnen — sich, auch in Innsbruck in der gleichem Höbe hält wie bisher, was eine natürliche, gesunde, nicht sprunghafte Entwicklung des Deutschen Tnrnerbundes bezeugt.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 19. Juli 1907, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8218-deutsches-turnerbundesfest-in-innsbruck-metzer-ueber-land-und-leute-1907).
Jänner 1907 wegen Reinigung geschlossen. (Christbescherung in der Rosalienkrippe.) Samstag dem 29. Dez. fand in der Rosalienkrippe ( Leopoldstraße, Pechegarten) die Christbescherung statt. Sie war mit einer hübschen klei …
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* « ^ (Die Haller Stubengesellschaft.) Einem Jahrhunderte alten Brauche folgend, beging am „ uusmuigen Donnerstag " den 7. Febr. die Ritter von Waldauf ' sche Lesestubcnge,ell schaft in Hall ihr Stiftungsfest mit dem üb …
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