E G » « M Heimsparkaffen. Won Franz Th urner. Dr - Heinrich Mataja, einer der ersten Sozial- Politiker Österreichs, stellt mit Recht an die Spitze der Sparmittel die He im spar lasse. Das System del selben liegt bekanntlich darin, daß Sparern durch die Sparkasse gegen geringes Entgelt ( bei der hiesigen Sparkasse 7 Kronen), das event. verzinst und wieder zurückbezahlt wird, leihweise oder kostenlos Sparbüchsen ausgegeben werden, um ihnen bequem Gelegenheil zum Sparen zu bieten. Damit der Sparer nicht das, was er an einem Tage einlegt, am nächsten wieder herausnehmen und ausgeben kann, sind die Büchsen versperrt und behalt die Sparkasse den Schlüssel zurück. Der Einleger kann jederzeit seine Büchse zur Sparkasse tragen, wo sie vor seinen Augen entleert und in seinem Einlagebuch gutgeschrieben wird. ^ Durch diese Methode wird eben der minder bemittelten Bevölkerung Gelegenheit geboten, sparen zu lernen und benützen diese Spargelegenheit, wie die Erfahrung lehrt, auch sehr vielte bemittelte Kreise. Die Sparkasse der Stadt Innsbruck führte die Heimsparkasse am 6. Februar d. I. ein und gab bis jetzt über 560 bis 600 Stück aus, von denen rund 50 wieder zurückgegeben wurden. Sie vermied im Gegensätze zu anderen Sparkassen und Banken, die Heimsparkassen in ihren Betrieb nahmen, jedwede Reklame oder Empfehlung derselben. In Wien wurde sogar durch illustrierte Plakate auf diese Neueinführung aufmerksam gemacht, ganz abgesehen von der Zeitungsreklame. Im allgemeinen jedo h stehen österr. und reichsdeutsche Institute in der Reklame für derartige Neuerungen gegen die englische und amerikanische Propaganda weit zurück. Es herrscht sogar da und dort die Meinung vor, daß solide Sparinstitute keine Reklame zur Anwerbung von Sparern treiben solle. Die Erfolge, die durch geschickte Empfehlung dieser Spargelegenheit erzielt wurden, haben jedoch diese veraltete Ansicht gebrochen. Die Spareinlagen oben angeführter 500 Heimsparkassenbesitzer belaufen sich auf die respektable Summe von rund 130. 000 Kronen. 170 der Einleger haben ein Guthaben bis zu 50 Kronen, 20 ein solches von 1000 bis 20. 000 Kronen, und unter den letzteren befinden sich einige, die auf ältere bestehende Einlagen Heimsparkassen nahmen. Die Einlagenbewegung nahm einen ruhigen normalen Fortgang und gewinnt dieselbe immer mehr an Boden. So verlangten vom 6. Februar bis 7. Oktober 384, vom 7. Oktober bis 19. Dezember über 200 Parteien Heimsparkassen und dürste sich die Abnahme zu Weihnachten und Neujahr erheblich steigern. Die Bevölkerung muß zum Sparen erzogen werden. Sie wird dadurch wirtschaftlich stärker, anspruchsloser, in ethischer Beziehung genügsam und in der Selbstbeherrschung sicherer. « LavinA i8 spsväia ^ loss rdav suru' lautet eine englische Geschästsanzeige. ( Deutsch: Sparen heißt weniger ausgeben, als man einnimmt.) Insbesondere soll die Jugend dazu gemahnt und geführt werden, es ließe sich viel in der Erziehung zum Sparen machen. Der Wohlstand
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. Dezember 1907, S. 36, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8300-einfuehrung-der-heimsparkasse-in-innsbruck-560-stueck-ausgeliefert-1907).
(Von der Schwazer Sparkasse.) Eine Deputation der Schwazer Sparkasse, bestehend aus den Herren Josef Spornberger, Jakob Rappel sen. und dem Rechtskonsulenten der Sparkasse, Dr. A. Cornet, sprachen bei Bürgermeister Knapp …
(Heim sparbüch sen der Sparkassa Innsbruck.) Um den Sparsinn besonders in §er Jnaend und. unter der arbeitenden Bevöl- Nr. 29. Seite 3. kerung zu unter stützen und den zeitraubenden Gang in die Sparkasse zn vermeiden/hat …
(Einlösung der Staatsnoten zu 5 und 50 Gulden.) Es wird in Erinnerung gebracht, daß die Umwechslung von Staatsnolen zu 5 Gulden ö. W. mit der Firma der k. u. k. Reichs - Zentral - Kasse und mit dem Datum vom 1. Jänner 18 …
Generalversammlung der Sparkasse der Stadt Innsbruck. Am 28. d. M. wurde unter zahlreicher Beteiligung der Mitglieder der hiesigen Sparkasse im Sparkassesaale die Generalversammlung derselben gehalten. Nach Erledigung de …
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