Ein Schützenmuseum in Innsbruck. Der Landes - Oberst - Schützenmeister der gefürsteten Grafschaft Tirol, Landeshauptmann Dr. Theodor Kathrein erließ im Herbste an sämtliche Schießstands - Vorstehungen Tirols ein Rundschreiben folgenden Inhalts: „Immer näher rückt das Jahr 1908, in den: unser erhabener Monarch sein 60jähriges Regierungsjubiläum feiert, heran. Dieses in der Geschichte denkwürdige Jahr ist auch für uns Schützen des Landes von Bedeutung und es soll daher nicht ohne bleibendes Zeichen der Nachwelt in Erinnerung erhalten werden. Unser Schützenwesen erfreut sich der besonderen väterlichen Huld und Gnade unseres Kaisers und Landesfürsten. Wir Tiroler Schützen blicken aus eine große ruhmreiche Vergangenheit zurück, aus der heute noch viele Zeugen uns bewahrt geblieben sind, die uns stets daran erinnern, mit welcher Treue unsere Vorfahren ihre Pflichten für Kaiser und Vaterland erfüllt haben, Zeugen auch von der eifrigen Pflege des Schützenwesens in Tirol. Deren Aufbewahrung ist leider nicht überall eine gesicherte. Die verschiedenen Kleinodien: alte Kriegs fahnen, G edenkscheiben, Ehren ketten, Becher u. s. w. sind zerstreut im Lande, unbekannt, mitunter auch! verborgen, manche sind leider im Lause der Zeit zugrunde gegangen. Ich habe daher die Absicht, anläßlich des bevorstehenden Kaiserjubiläums und der Landesseier im Jahre 1909 im Landhause zu Innsbruck ein historisches Schützenmuseum zu errichten, worin diese Schätze unserer Schießstände eine würdige Aufstellung erhalten und allgemein zugänglich gemacht werden sollen. Das freie Eigentum der Schießstände bleibt dabei vollständig gewahrt; es handelt sich nur um die sichere Aufbewahrung. Zugleich werden über diese Gegenstände die genauen historischen Daten aus den archivalischen Urkunden zusammengestellt. Ich ersuche daher die Vorstehung der k. k. Schießstände in Tirol, bei diesem Werke nach besten Kräften mitzuwirken, das der Ehre und dem Ruhme des tirolischen Schützenwesens geweiht ist, und zu diesem Behufe ein genaues Verzeichnis der historisch denkwürdigen Fahnen, Schützenketten, Becher, Gedenkscheiben, alter Bilder, alter Waffen und Urkunden, Ladschreiben U. s. w. an mich einzusenden. Das zur Feier des Jubeljahres unseres Allerhöchsten Herrn zu errichtende Museum würde im Jahre 1909, wenn der Kaiser nach Tirol kommt, wie er einer von Sr. kaiserlichen Hoheit, dem Herrn Erzherzog Eugen geführten Deputation des Landesfest- Komitees zu versprechen geruhte, durch Aller- HKchstdessen Besuch seine besondere Weihe erhalten. Deutschland besitzt in Nürnberg, die Schweiz in Bern ein Schützenmuseum, nun soll auch Tirol im Landhause ein solches erhalten, das gewiß, wenn die Schießstände dieser Sache ihre eifrige Mitwirkung widmen, wohl das interessanteste werden wird. Ich glaube, daß es eine ehrenvolle Aufgabe aller Schießstände sein soll, hiebei mitzuwirken. " Bis heute sind bereits viele Zusagen von Schießständen eingetroffen, und das Zustandekommen dieses außerordentlichen Jubiläumsdenkmals, das binnen kurzer Frist eine weltberühmte Sehenswürdigkeit sein wird, ist also gesichert.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. Dezember 1907, S. 20, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8303-gruendung-eines-schuetzenmuseums-im-landhaus-zu-innsbruck-1907).
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Er wurde ohne Debatte genehmigt. Sport. NechLtrrrnier: des 14. Korps. Gestern abend fand das an den letzten beiden Tagen in Innsbruck in Anwesenheit des Korpskomnrandanten Erzherzogs Eugen und der Generalität veranstalte …
(Schießübungen auf der Dhaurer, Mure.) Laut Mitteilung des k. u. k. Militär- Stations - Kommandos in Hall wird der Gefechtsschieß,Platz! auf der Thaurer Mure am 19. d. Mts. nur vormittags bis 12 Uhr mittags,! dafür am 21 …
Samstag dm 28. Dezember 1307. Vor 25 Jahren. Erinnerungen an den Kamps in der Herzegowina und in der Crivoscie. Es möge mir gestattet sein, noch kurz vor Jahwsschluß aus ein Ereignis hinzuweisen, das vor 25 Jahren einen …
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