Personalien, Ehegesuche. (Das städt. ArbeitsvermLttlungsamt) versendet zum erstenmale einen Tätigkeitsbericht über seine Ergebnisse von 1901 bis Heuer; aus den Tabellen und einer graphischen Darstellung ergeben sich beträchtliche Sleiaerungsziffern. Das am 21. März 1904 eröffnte städt. Arbeitsvermittlungsamt steht unter Aufsicht des Stadtmagistrates und unter der Leitung einer Verwaltungskommission. Um dem allgemein empfundenen Mangel an gewerblichen Lehrlingen zu steuern und den an. das städtische Arbeitsvermittlungsamt gestellten Anforderungen wenigstens teilweise gerecht zu werden, wurden am Schlüsse des Schuljahres im Wege der Schulleitungen und durch Vermittlung der Lehrpersonen Aufrufe an die aus der Volksschule zu entlassenden Schüler gerichtet, in welchen darauf hingewiesen wurde, daß beim städt. Arbeitsvermittlungsamt stets freie Lehrplätze zu erfragen seien; ebenso wurde in jüngster Zeit mit dem Jugendfürsorgeverein Fühlung genommen; die Leitung des ArbeitsvermiMungsamtes erhofft sich durch das Zusammenwirken dieser beiden Humanitären und sozialen Institute wenigstens einen teilweisen Ersolg in dem Zweige der Lehrlingsvermittlung. Auch mit; der. Idee der Gründung einer Reservistenvermittl. ung besgßle M me VerMltungskommission, doch wird eine weitere Beratung erst im Frühjahre 1908 stattfinden. Ferner zeigt sich ein ständiges Unterangebot von tüchtigen Arbeitskräften beim weiblichen Hanspersonale und es erscheint unmöglich, den diesbezüglichen Anforderungen der Arbeitgeber in der Stabt auch nur zur Hälfte gerecht zu werdM Eine der Hauptursachen dieses Übelstandes dürfte darin zu suchen sein, daß fast alle Dienstnehmer Saisorrposten, woran ja tatsächlich während der zwei bis drei Monate des regen Fremdenverkehrs kein Mangel herrscht, bevorzugen. IN der männlichen Abteilung hielten sich Anbot und Nachfrage ziemlich die Wage und konnte in den meisten Fällen den Anforderungen, die an die Vermittlung gestellt wurden, entsprochen werden. Zur regsten Bauzeit überwvg das Anbot besonders von Taglöhnern bedeutend die Nachfrage, doch ist auch Heuer im Baugewerbe eine ziemliche Besserung bemerkbar.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 18. März 1908, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8343-taetigkeitsbericht-des-staedtischen-arbeitsvermittlungsamtes-mangel-1908).
Jänner 1908. im Oktober. Me Fälle verteilen sich wie folgt: Ausrückungen bei Unfällen 37, Krankentransporte 34, Hilfeleistungen im Wachzimmer 15, bei fliegenden Ambulanzen 1, blinder Lärm 1. Vom 1. Oktober bis 31. Dezemb …
Aus Stadt und Land. (K. u.?. Hoflieferant.) Durch einen Bescheid vom 24. Dezember 1907 wurde dem Herrn Magister der Pharmacie Heinrich Weiser, Besitzer und verantwortlicher Leiter der Antt Schöpferischen Hof und Stadtapo …
(Die 7 Uhr - Ladensperre.) Die von uns bereits auszugsweise mitgeteilte Resolution^ welche in der Versammlung der Genossenschaft der Handelsgewerbe im Gasthofe zum „ Weißen Kreuz " in Innsbruck am 23. d. M. über Antrag d …
(Grundsteinlegung zum Sieb er ersitzen Greisenasyle.) Ohne besondere Feierlichkeit, in aller Stille, wurde gestern zum Greisenasyle, welches Herr von Sieberer in der verlängerten Viaduktgasse erbauen Läßt, der ' Akt der …
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