Nr. me n. Ein deutsches Studentenheim in Innsbruck. Verflossenen Donnerstag wurde im Saale des „ Grauen Bären " die gründende Versammlung des Vereines zur Errichtung und Erhaltung eines deutschen Studentenhauses in Innsbruck abgehalten. Die Versammlung war aus allen deutschsreiheitlichen Lagern stark besucht. j Den Vorsitz führte Dr. Pesendorfer, der die. Erschienenen im Namen des vorbereitenden Ausschusses herzlich begrüßte und mitteilte, daß der Rektor der. Universität, Dr. Jpsen, und Gemeinderat Dr. M a d e r ihr Fernbleiben entschuldigt haben. Unter den Anwesenden befanden sich auch die Bürgcrmesier Greil und Dr. Wen in, Landesausschuß Dr. Freiherr von S t e r n b a ch, mehrere Universitätsprosessoren und Prosessor Edgar Meyer. Über die Tätigkeit und die Grundlagen des zu gründenden Vereines sprach Universitätsprofessor Dr. Pommer. Er führte beiläufig aus: Die Grundlagen sind gegeben in dem Kampf, den die freiheitliche Studentenschaft im vorigen Jahre für ihre und unsere Ideale geführt, an dem wir mit Sympathie teilgenommen haben. Frau So phie Tschan hat zur Erreichung des Vereinszw ' eckes bereits den namhaften Betrag von 10. 000 Kronen gespendet. Prosessor Hochstetter, dessen Berufung nach Wien bevorstand, fühlte sich, gedrängt von dem idcutschen Gefühl für hie Sache, verpflichtet, eine Sammlung einzuleiten.. Diese Sammlung beschränkte sich aus 37 Universitätsprofessoren, denen sich aber der Sanitätsreserent Statthaltereirat. Dr. R. v. Haberler anschloß. Durch diese Sammlung wurde ein Betrag von 12. 000 Kronen zugunsten des deutschen Studentenhauses gesichert. Prosessor Hochstetter übergab mir bei seinem Scheiden die Aufgabe, die Sammlung ebenfalls fortzusetzen; es gelang mir auch, im Kreise der. Hochschulprofessoren den Betrag von 1400 Kronen zu sichern. Professor Hochstetter Mb die Veranlassung, daß die Herren aus den freiheitlichen streifen der Bevölkerung, Vizebürgermeister Dr. Erler, Dr. Pesendorfer, Dr. Wahrmund, Dr. Rhomberg, Hofrat Dr. Schiffner, Dr. Heider und ich für den 1. Juli vorigen Jahres zu einer Sitzung eingeladen wurden. Damals wurde beschlossen, es nicht bei der Stiftung und Sammlung allein bewenden zu lassen, sondern einen Verein zu gründen. Hofrat Professor Dr. Schiffner regte den G danken an und arbeitete im Vereine mit Professor Dr. Kulisch die Satzungen aus. Ferner wurden zur Zeichnung von Beträgen Samnwlhefte angelegt und diese von den Herren Prostssor Dr. Wahrmund und Rechtsanwalt Dr. Pesendorfer. ausgestellt. Die von einigen Studenten. während der Ferien auf Grund der ausgestellten Sammelhefte eingehobenen Beiträge belaufen sich bis 1. Jänner 1909 ( samt Zinsen) auf 1387 Kronen. Wenn man diese Summen alle zusammenn mmt, so kann man das Resultat bereits als eine kleine Basis zur Ausführung her Idee ansehen. Diese Basis wird dann größer, wenn der Verein einmal seine Tätigkeit ausgenommen hat. Sämtliche Parteischattierungen des freiheitlichen Ausschusses sollen rat Vereine vertreten sein und die heutige Versammlung liefert den Beweis, daß tatsächlich alle Schattierungen an der Sache regen Anteil nehmen. Professor Dr. Pommer besprach nun einige Daten aus den Satzungen. Der Redner bemerkte, daß das zu schaffende Haus auch mit Versammlungsräumen ausgestattet und unter die Leitung einer besonders geeigneten Persönlichkeit. gestellt werden soll.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. März 1909, S. 18, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8536-gruendung-eines-vereins-zur-errichtung-eines-deutschen-1909).
(Innsbrucker Schachklub.) Es wird uns geschrieben: Aus Anlaß des fünfjährigen Gründungsfestes und von dem Bestreben beseelt, Freunden des „ königlichen " Spieles in regem Klubleben und insbesondere durch Veranstaltung vo …
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