Alexander Freiherr v. Reden ch In der freiherrlich Redenschen Villa in der Kochftraße in Innsbruck ist heute um Mitternacht das Oberhaupt der Familie v. Reden, Herr Statthalterei - Vizepräsident Alexander Freiherr v. Reden aus dem Hause Hastenbeck, Fideikomißherr auf Bennigsen, im Alter von 64 Jahren nach längerem Leiden gestorben. Alexander Freiherr von Reden wurde am 15. August 1845 in Berlin geboren und 1869 in den österreichischen Staatsverband ausgenommen. Nach Absolvierung der juridischen Studien an der Universität in Wien trat Baron Reden 1868 als Konzeptsaspirant in die Dienste des österreichischen Staates, dem er fürderhin durch seine Anhänglichkeit und seine Begabung große Dienste als Beamter erwies. Als Konzeptaspirant wurde er der niederösterreichischen Finanzlandesdirektion zugewiesen, 1870 berief man ihn als Konzipisten in die Direktion für administrative Statistik, wo er zum Konzeptsadjunkten avancierte. 1871 wurde er als Mnisterial - Konzipist wieder ins Ministerium zurückberufen und 1872 als solcher mit der Führung des administrativen Referates beim Landesausschüsse in Vorarlberg betraut. 1874 wurde Freiherr v. Reden aushilfsweise dem Landesaüsschüsse in Böhmen zugeteilt, 1875 erfolgte seine Einberufung ins Ministerium für Kultus und Unterricht und 1876 seine Ernennung zum Ministerialsekretär. Im gleichen Jahre wurde Reden mit der Führung des administrativen Referates beim Landesschulrate in Tirol betraut und in dieser Stellung wirkte er bis zu seiner Ernennung zum Statthaltereirate, die int Jahre 1877, also nach kaum lOjähriger Dienstzeit, erfolgte. Im Jahre 1898 wurde Baron Reden ^ zum Hofrate ernannt und 1902, nach ' dem Abgänge des damaligen StatthalLerei - Vizepräsidenten v. Hebenstreit wurde der nunmehr Verstorbene mit dem Titel und Charakter eines Statthalterei - Vizepräsidenten ausgezeichnet. In dieser Würde und Stellung verblieb er bis zum März 1906, dann suchte er um Versetzung in den dauernden Ruhestand an, die dem verdienstvollen Manne mit der neuerlichen Allerhöchsten Würdigung seiner vorzüglichen Dienstleistung gewährt wurde. Freiherr v. Reden war auch seit dem Jahre 1887 Besitzer des Ordens der eisernen Krone dritter Klasse. Seit seinem Rücktritte vom Amte lebte Freiherr v. Reden sehr zurückgezogen, sich nur seiner Familie widmend. Aus der Parte zeichnen als trauernd Hinterbliebene: Freifrau Emmi von Reden, geb. Wlass > ach; Freiherr Kurt v. Reden,?. u. k. Husaren- Oberleutnant; Freiherr Günther von Reden, k. u. k.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 6. August 1909, S. 10, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8617-todesfall-in-der-familie-v-reden-verlust-eines-angesehenen-beamten-1909).
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