Universitäten jene Bedeutung, welche ihr gebührt, und erst hu Jahre 1754 wurde in Wien der erste botanische Garten gegründet. Durch den anregenden Einfluß der Botaniker Scopoli, Hohenwart, Wulfen und anderer, die Tirol zum Zwecke botanischer Studien besuchten, sowie durch den EiMuß Jacquin s erwachte endlich auch auf nordtirolisch em Boden die Liebe zur Naturforschung und unter Prof. Schivereck, einem Westfalen, der vom Jahre 1755 m Botanik und Chemie an der - Innsbrucker Universität tradierte, wurden auch schon Verhandlungen wegen Gründung eines botanischen Gartens an der hiesigen Universität eingeleitet. Aber ehe diese noch abgeschlossen waren, wurde die Universität im Jahre 1782 aufgehoben und Prof. Schivereck an die Leniberger Universität versetzt. Während jedoch die hiesige Universität geschlossen blieb ( 1782 bis 1792), wurde die durch Schivereck angeregte botanische Erforschung der Umgebung der Landeshauptstadt trotzdem weitergesührt. Es fanden sich private Liebhaber, die sich mit anerkennenswertem Eifer mit botanischen Studien beschäftigten, so der Beanrte Laicharding und besonders der Apotheker Schöpfer, welcher sogar seinen Privatgarten zu einem botanischen umgestaltete. Nach Restiluierung der Innsbrucker Universität wurden ' auch Laicharding und Schöpfer zu Professoren ernannt und letzterer beauftragt, die Pflanzen feines Privatgartens bei seinen Vorlesungen zu benützen. Im selben Jahre wurden auch die Verhandlungen wegen Überlassung des Gartens des aufgehobenen Jesuitenkollegiums ( im jetzigen Universitätsgebäude) eingeleilet, und 1793 wurde dann der botanische Garten in Innsbruck gegründet. Im Anfänge war der Garten in Anbetracht der bescheidenen Mittel natürlich ziemlich dürftig. Erst im Jahre 1808, als I. A. Schuttes vom König von Bayern zum Professor in Innsbruck ernannt worden war, nahm der botanische Garten einen vielversprechenden Aufschwung. Der Garten des ausgehobenen Theresianums wurde dem botanischen Garten angegliedert und mit den Samen von 600 Pflanzenarten, die Schuttes mitgebracht hatte, besäet. Auch ein großes Glashaus mit den nötigen Treibkästen sollte errichtet werden. Aber während der Verhandlungen hierüber kam es zum großen Aufstande der Tiroler. Schüttes wurde gefangen genommen und später als Professor nach Landshut versetzt. Die Innsbrucker Universität aber wurde zum zweiten Male geschlossen. Nun verfiel auch der botanische Garten wieder schnell. Ein Teil desselben wurde zu einer Baumschule gemacht, ein anderer Teil wurde dem Gärtner zur Anpflanzung von Gemüsen überlassen. Der Garten des Theresianums wurde verpachtet und nur ein kleiner Fleck wurde noch für Kultur einiger offizineller Ml. gnzen
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 11. Mai 1910, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8726-gruendung-des-botanischen-gartens-in-innsbruck-im-jahre-1793-1910).
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Heuer im Sommer erschien Dr. Dorfmanns Werk: „ Ausgestaltung der Pastoraltheologie zur Univerfitätsdisziplin und ihre Weiterbildung " aus dem Büchermarkt (Das neue LandeskulturratVgebäude in Innsbruck.) Wie die, ,Tir. Zt …
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(Neue Bauprojekte.) Das ' Hotel „ Arlbergerhos " am Bahnhofplatze wird noch diesen Herbst einen großen Zuban erhalten. Die jetzige Gartenveranda wird abgetragen und der Restaurationsgarten verbaut. In den Neubau gegen di …
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