(Neubauten am Saggen.) Man schreibt unsz Mre rege Bautätigkeit ist im heurigen JaM wiederum im Saggenviertel zu ver- Nicht nur eine ziemliche Anzahl hübstM Neubauten, die wir teilweise schon im Frühjahre besprochen haben, ist entstanden, sondern auch andere bauliche Veränderungen wurden dort durchgeführt. In erster Linie wäre hier die SchillerstraHe zu erivähnen. Zwischen dem Hause Nro 3 und dem Eckhause wurde ein dreistöckiges Wohnhaus in einem vom Kasernenstile älterer Straßen ziemlich abweichenden Stile aufgeführt. Durch, den Neubau der Häuser Nr. 13 und 15, von denen ersteres bäld fertiggestellt sein wird, während letzteres bis zur ■3. Stockhöhe gediehen ist, sowie durch den nunmehr fertiggestellten Neubau Nr. 17 hat der | „ Schillerplatz " nun seine projektierte Gestalt erhalten. Auch die „ Mozartstraße " ist mit den beiden letztgenannten Bauten in ihr Anfangsstadium getreten. An dem letztgenannten Hause Nr. 17 sind die beiden großen, in Kunststein geabbeiteten Porträtreliefs bemerkenswert. Es wäre jedenfalls zu begrüßen, wenn nun auf dem neugeschjaffenen Schillerplatze, der sich zur Aufstellung eines Tenkmales sehr gut eignen würde, falls ein solches nicht aufgestellt werden 'kann, so doch wenigstens eine Gartenanlage geschaffen würde. In der parallel zur Schillerstraße verlaufenden neuen „ Erzherzog Eugen-! Straße " tmrd gegenwärtig der Anschluß der Kanalisation durchgeführt. Auch hier sind schon verschiedene hübsche Neubauten entstanden. Me Ecke der Kaiser Fran ^ Joses - Straße und der Erzherzog Eugen - Straße ist bereits durch ein Dreistöckiges Gebäude ausgefüllt, diesem schräg 'gegenüber steht ein Eckhaus, das an eine noch nicht eröffnete und auch noch nicht benannte 'Straße grenzt, und noch im Zuge der Erzherzog Eugen - Straße anstoßend ein zweites Zinshaus. GunsSrucker Nachrichten, Beide Gebäude sind im Rohbau bereits vollendet und werden gegenwärtig verputzt, während an der Stelle, wo sich die Erzherzog Eugen - Straße mit der Gutenbergstraße schneidet, ein Eckhaus seiner baldigen Vollendung entgegensieht. Fast alle erwähnten Häuser sind dreistöckig mit Mansarden und im Stile unserer heimischen Bauweise errichtet. Nette Erker Und straßenseitige Balkons beleben das Straßenöild. An der Ecke der Falkstraße und Richard Wagnerstraße finden wir eine kleine zweistöckige Villa, welche in kürzester Zeit bezogen werden dürste. Leider wird hier gegenwärtig die Straße dadurch verunziert, daß die eine Seite der Richard Wagnerstraße, » ffenbar um dort einen Lagerplatz für Baumaterialien herzustellen, fast ganz mit einem ' Bretterverschlag versehen wird.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 27. September 1910, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8788-neubauten-und-bauliche-veraenderungen-im-saggenviertel-1910).
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