(Die Grundsteinlegung des Jesuiü e n k v n v i k t s.) Gestern mittags fand auf 'dem großen Katze südwestlich vom Löwenhaustheater in feierlicher Weise die Einweihung des bereits im Entstehen begriffenen neuen theologischen Konvikts des Jesuitenkollegiums in Innsbruck statt. Es nahmen daran eine große Anzahl von Gästen, hauptsächlich Theologen, ungefähr 200, teil. Das neue Konvikt soll den Namen „ Kollegium Eanisium " tragen zur Erinnerung an den 1521 geborenen, von Papst Pius IX. 1864 selig gesprochenen Canisius, den ersten deutschen Jesuiten und Bahnbrecher der jesuitischen Idee der Errichtung von Schulen zur Erziehung von Priestern? Das alte Konvikt in der Sillgasse, bezw. der Universitätsstraße, erwies sich schon längst als zu klein, auch dann noch, als das Kollegium die an das Hauptgebäude anstoßenden Objekte in der Sillgasse, die Häuser Nr. 6, 8, 10, 12, 14 und 16 ankaufte. So entschloß sich das Kollegium für die Errichtung eines neuen einheitlich gebauten Konviktes in einer ruhigeren Gegend als es die Sillgasse ist. Tie Wahl fiel auf den schon genannten Grundkomplex, der zum Teile im Besitze der Familie Pötsch, der Stadt Innsbruck und des Privatiers Müller war. Der unter vier der leistungsfähigsten Innsbrucker Baufirmen ausgeschriebene Wettbewerb hatte das Ergebnis, daß der große Bau der Firma Retter übergeben wurde. Tie Vorarbeiten hatte die Firma Hüter gemacht. Ter Haupttrakt des neuen Theologenheimes liegt an der Tschurtschenthalerstraße und hat eine Länge von beinahe 100 Metern. In der Nähe der ehemaligen Villa Wagner, die jetzt im Besitze des Privatiers Müller ist und beim Neubaue mitverwendet wird, springt ein Flügel bis zu fünf Metern an die Tschurtschenthalerstraße vor, während der mittlere Teil dieses Haupttraktes mehr als 12 Meter von der Straße absteht und Raum für einen Blumengarten bietet. Gegen Osten Irin liegt der Haupteingang des künftigen Konvikts. Den Abschluß dieses ' Haupttraktes gegen Osten hin bilden der Erhokungssaal, der durch zwei Geschosse geht, und die darüber befindliche Kapelle mit einer Länge von etwa 30 Metern, einer Breite von 13 Metern und einer Höhe von rund 8 Metern, j Auf der Nordseite dieses Haupttraktes befindet; sich die Küche mit ihren Nebenräumen, der! Speisesaal und das Treppenhaus. Senkrecht? zu diesem Hjaupttrakt im Süden steht der Osttrakt, der von dem Treppenhause bis hinaus zur Akademiestraße sich ausdehnt und auf beiden
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 22. Juni 1910, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8749-grundsteinlegung-des-neuen-theologischen-konvikts-der-jesuiten-in-1910).
Personalien und Ehegesuche. (Das neue Konviktsgebäude der Jesuiteln.) Wie wir schon früher einmal berichteten, läßt das Kollegium der Gesellschaft Jefu in Innsbruck auf dem Platze zwischen dem Löwenhause und dem Kloster …
(Die Firftfeier des neuen Jesuitenkonvikts) hat am Kirchsawstag auf dem Bauplatze nächst dem Löwenhaustheater stattgefunden. Es erschienen zu diesem feierlichen Akte Landeshauptmann Baron v. Kathrein, Landeshauptmann - S …
Um bedauernswerten unwahren Gerüchten entgegen zu treten, erklärt das gefertigte Kollegium: Herr Baumeister Josef Netter hat in der Bauausführung des ueuen theologischen Konsiktes sich niemals Kostenüberschreitungen oder …
(Audienz.) Heute 11 Uhr vormittags ist Herr Wilhelm Dannhauser in seiner Eigenschaft als Obmann der Innsbrucker israelitischen Naligionsgenossenschaft im Vereine mit den israelitischen Repräsentanten der Landeshauptstädt …
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