Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
TURM MIT ASTRONOMISCHER SEITE

Modell des neuen theologischen Konviktes der Jesuiten im Ferdinandeum zu Besicht

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 30. Juli 1910 · Seite 5 · #Jesuiten
Ein Modell des neuen theologischen Konviktes.) Man schreibt uns: Im Rundsaale des MIuseums - Ferdinandeum ist gegenwärtig ein Modell des im Bau befindlichen Konviktgebäudes der P, P. Jesuiten gegen freies Entree ausgestellt. Es war eilt guter Gedankd, von dem Baue, der großes öffentliches Interesse erweckt und welcher seinerzeit wie bekannt auch den Gemeinderat beschäftigte, ein Modell Herstellen zu lassen, um so der Öffentlichkeit vor Augen zu führen, wie sich das Gebäude in Zukunft präsentieren wird. Den Beschjauern fällt vor allem der markante, große Turm in das Auge, um den sich sozusagen die ganze Anlage gruppiert. Dieser Turm, welcher die Fortsetzung des Haupttreppenhauses darstellt und letzterem auch von oben Licht zuführt, wird in seiner obersten Etage — in der Höhe der Galerie — als Observatorium verwendet. Anschließend an den Turm zur rechten Hand springt — schon im Äußern seine Bestimmung zum Ausdruck bringend — jener Trakt den Beschauern ins Auge, in welchem im Tiefparterre und Hochparterre der Erholungssaal mit dem Bühnenausbau, und durch den ersten und zweiten Stock gehend die Kirche mit den Nebenräumen untergebracht ist. Vor dem Turm liegt eine Terrasse, hinter welcher sich das Vestibüle zu einer Halle ausgebildet und mit einem Giebel bekrönt anschließt. Links von dem Turm gegen Westen zu liegt der große Speisesaal, durch« Tief und Hochparterre reichend, samt den Wirtschastsräumen im Tiefparterre und dem Speisezimmer für die Patres im Hochparterre, sowie die Zimmer für die Konviktsherren im Hochparterre und in den übrigen Stockwerken; weiters die Räume für eine Handbibliothek, Krankenzimmer, eine Ruthenenkapelle und endlich« verschiedene Nutzräume. Ober dem Speisesaal sowie über einem Teil der Küche wurden Terrassen angebracht, die dem Modell ein abwechslungsreiches Bild geben. Vom Turm nordwärts ziehend erscheint ein Trakt hergestellt, dessen Tiefparterre eine Dienerkapelle, ein großes und ein kleines Miusikzimmer, mehrere Dienerwohnzimmer und Baderäume umfaßt, während dessen Hochparterre sowie die übrigen Stochverke Zimmer für die Konvikten beinhalten. Senkrecht auf diesen Trakt in der Akademiestraße sieht man jenen Flügel, in welchem die Heizanlage sowie verschiedene Nutzräume im Souterrain und ein großes Vestibüle, sowie Zimmer für die Konviktsherren in den übrigen Stockwerken eingeteilt sind. Das Äußere des Mjodells macht durch die Gruppierung der Bauteile, durch die ruhige und doch « kräftige Gliederung einen äußerst
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 30. Juli 1910, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8771-modell-des-neuen-theologischen-konviktes-der-jesuiten-im-1910).

Weitere Berichte aus der Rubrik „Kirchen, Klöster & Kapellen“

ALTAR WEIHE MIT HAMMER UND REGEN

Feierliche Grundsteinlegung der neuen Kirche in Hötting mit großem Festzug und Segnung

Innsbrucker Nachrichten · 18. April 1910 · S. 9 · Kirchen, Klöster & Kapellen

9 Uhr war in der alten Pfarrkirche von Hötting eine feierliche Messe, an der außer der Höttinger Bevölkerung und dem Gemeindeausschuß die Schützenkompagnie und die Musikkapelle, eine Abteilung der Feuerwehr und der Hötti …

✎ Korrektur-Modus Klicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel |