Hochdruck - -. Wafferleitung NiK nnschäMch abgeleitet werden, anberaumt worden war. B! ezirkshauptmann von Szaläy leitete die Verhandlung zu der alle Befchwerdesührer und Arttereffenten eingeladen worden waren, selbst und beteiligte sich auch an der zirka 4 Stunden dauernden kommiffionellen Begehung und Lvkal- Augenfth entnähme irn Ehrwalder WasserkeitüngKund Quellengebiete. Die Sachlage ist kurz die: Als ' man vor einigen Fahren die HochqMG Wasserleitung in Ehrwald erbaute, wurde die Frage der unschädlichen Wegführung der Brunnenabwässer bedauerlicherweise nicht gleich milgelöst. Man konnte damals! ja auch mMgels jeglicher Erfahrung nicht voraussehen, daß ucksere unter 12 Atmosphären Druck stehende neue Hochdruckleitung wesentlich mehr Wasser in die Torsbrunnen ergießen und dadurch ' die Rinnsale einiger Quellen und Bächst mit } Wässer ühsern lasten würde. Aus ' alten Zeiten her waren eine Anzahl Felder und Grundstücke zwar mik dem Servitut belastet, diese natürlichen Wasserzuläufe in sich anfznnehmen, doch lag keinerlei Verpflichtung vor, auch noch die neuen Waffermengen der Gemeirchewafferleitung aufzunehmen. Als sich nun die Abwässer zu einem wah ^ ' ren Bache ausbildeten, der sich wildströmend seinen Weg durch ' die kultivierten Felder nahm, Straßen überschwemmte, sich Rinnsale auswühlte, das neue Gentmndefchulhaus auf der Nordseite in Gefahr brachte und zwei wertvolle Wiesen in einen Sumpf verwandelte,, da wurde der Unmut der Betroffenen ein großer und machte sich! in zahlreichen Beschwerden Lust. Anderswo hätte man die unschwer zu lösende Kanalisätionssrage wohl.. leicht von der Gemeinde aus selbst lösen können, zumal einer der Interessenten der Gemeinde das ' Anerbieten gemacht, die Ableitung der Abwässer kostenlos durch ' seinen Grund in das nächste öfsenü» liche fließende Wasser zu gestatten. In Ehrwald muß da aber mit vielerlei Köpfen gerechnet werden und obgleich es eine starke Fortschrittspartei gibt, die schon zum Nutzen der Gemeinden viel Gutes geschossen hat, konnte es bisher zu keiner selbständigen Lösung der Frage kommen, obwohl so alle die Schäden, die nun bereits entstanden sind, vermieden worden wären. Im allgemeinen ist der Mehrzahl der Menschen jeher Eingriff in alte Gewohnheiten widerlich selbst wenn die Neuerung Vorteil bringt, und so unduldsam ist die menschliche Natur, daß sie selbst das Gute nicht ohne Zwäng und Widerstand hinnimmt. Hier liegt Ms SMs Mr. noch jjo > daß dm Genre,iM Ehrwald in die Tasche greifen soll, um das Eigentum einzelner Gemeindemitglieder vor Schädigungen zu schützen. Ohne Druck von oben ist da gar nichts zu erhoffen. Wie die Fnangewscheinnahme, der auch ' der Bezirksingenieur beiwohnte, ergab, kaffen sich zwei Projekte a# arbeiten und zwar würde das eine Projekt eine zirka 700 Meter lange, das andere eine etwa 200 Meter umfassende unterirdische Kanalisation erfordern. Für die gedeihliche Weiterentwicklung EhrwaldÄ wäre sehr zu wünschen, daß das genannte größere Projekt zur Ausführung kommen würde, indem so auch alle Abwässer aus den an der Strecke liegenden Gasthösen, Häusern und Ställen unschädlich abgeführt werden könnten und man so Ehrwald - Oberdorf als' HänWtz des starken Fremdenverkehrs in sanitärer Hinsicht einen großen Dienst erwiese. Auch würde so die Möglichkeit geschaffen, die ab und zu austretenden Ünwetterwaffer unschädlich " abzulenken.. In wenigen Jahren wird Ehrwald durch ' die Bahn zu bedeutender ' Weiterentwicklung gelangeir und dann wird man vielleicht allgemein bedauern, ein Känalisationswerk nicht großzügiger und der Zeit vorausblickend in Angriff genommen zu haben.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 26. Juli 1910, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8770-kommissionelle-untersuchung-der-hochdruckleitungsfolgen-in-1910).
(Ein Vortrag über das neue Gaswerk.) Am letzten Montag hielt Herr Direktor Oswald Per scher im „ Technischen Klub " feinen angekündigten Vortrag über die „ Neuanlagen des städt. Gaswerkes ". Der Besuch des Abends war seh …
(Neue Wasserleitung.) Aus Egerdach schreibt man uns: Bekanntlich hat der Matrikelfond in Innsbruck als Besitzer des Bauernanwesens bei den Peerhöfen in Egerdach, Gem. Ampaß, von Jakob Lechner, Temlbauer dahier einen Teil …
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 13: „Wilten: Urnenfunde in der oberen Haymongasse bei der Kanalisierung.“]
Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (2. Juli 1910, S. 3):
) Wir werden um die Fest …
Die Trink und Nutzwassernot in Knndl. Man schreibt uns aus Kündk: Seit vielen, vielen Jahren schon besteht in Kundl eine Nutz < und Trinklvassernvt, für deren Behebung nichts geschieht. Schon im Jahre 1902 reichte eine A …
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