Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
SARGGEHEIMNIS MIT KLOPFZEICHEN

Verdächtiger Scheintotfall bei Fuhrmann Michel Mani aus Neumarkt

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 21. Juli 1910 · Seite 6
Das neue Schuljahr beginnt am 15. Septbr. (Ein vermeintlicher Schei ntotfall.) Aus Neumarkt, 19. Juli wird den „ N. T. St. " gemeldet: Gestern um Mittag ist der ledige Fuhrmann Michel Mani einem Schlagflusse erlogen. Tags vorher soll er einen ganzen Liter Schnaps getrunken haben. Nach dem Tode behielt er viele Stunden lang die Körperwärme und blühende Gesichtsfarbe bei. Er war ein Veronese und 38 Jahre alt. Abends beim Rosenkranzbeten will man am Sarge, worin der Tote lag, ein Klopfen gehört haben. Mit dem Gedanken an einen Schieintotfall rannte man zur Gendarmerie und zum Tischler, damit der Sarg geöffnet werde.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. Juli 1910, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8769-verdaechtiger-scheintotfall-bei-fuhrmann-michel-mani-aus-neumarkt-1910).

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