Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
VOLLER SCHADEN – KEINE PROZENTRECHNUNG

Neue Prämientarife für die Tiroler Brandschaden-Versicherungsanstalt ab 1. Jänner 1913

(Von der Tiroler Brandschaden- Vers i ch e r u n g s - An statt.) Der Tiroler Landes - Ausschuß hat mit Zustimmung der k. k. Regierung für die Landes - Brandschaden - Ver - sicherungsanstalt einen Klassenwerts - ( Pr. ämien) Tarif neu eingeführt, welcher mit 1. Jänner 1913 in Wirksamkeit tritt. Nach diesem Tarife sind die Prämiensätze für massive gut gemauerte Gebäude mit harter Bedachung, insbesondere bei einer Versicherung zmn vollen Bauwerte und von mindestens lOjähriger Versicherungsdauer derart ermäßigt worden, daß die Landes - Anstalt nunmehr auch nach dieser Richtung den Wettbewerk mit allen übrigen Versicherungsgesellschaften erflgrcich ausnehmen kann. Das Grundprinzip der Anstalt, welches bestimmt, daß in allen Fällen der volle Schaden bis zur Höhe der Versicherungssumme vergütet wird, wodurch sie sich so vorteilhaft von allen übrigen Versicherungs - Gesellschaften unte scheidet, welche bekanntlich bei Versicherungen unter dem wirklichen Werte nur proportionell entschädigen, bleibt vollkommen unangetastet. Auch bietet die Landes - Anstalt besonders wichtige Vorteile speziell für die nicht immer geschäftskundige Landbevölkerung wie z. B. Fortbestand der Versicherung bei Besitzveränderungen, trotz nicht termingemäßer Einzahlung der Prämie, Ausdehnung der Versicherung auf Um oder Zubauten, lange Frist zu Schadensanmeldungen, Beschwerde und Rekursmöglichkeit an den Landesausschuß und Landtag. Nicht zu übersehen ist endlich, die unbedingte Sicherheit der Landesanstalt, weil dieselbe aus Wechselseitigkeit beruht, die Gebäudeumlage mit dem Vorrechte landesfürstlicher Steuern eingehoben wird und der Reservefond bei einem Versicherungs- Stande vorr über 860 Millionen mehr als 5 Millionen beträgt. Die erzielten Gewinne aus der Versicherung guter Risten fallen bei den Privat - Bersicherungs - Gesellschaften den Aktionären zu, während dieselben bei der Landesanstalt der Allgemeinheit zugute kommen und die zu zahlerrde Umlage für sämtliche Versicherungsnehmer herabmindern. Ziel der Landesanstalt muß es sein, ans eine möglichst allgemeine Versicherung hinzuwirken und so bei fortwährerrder Ausbildung des Löschwesens und strenger Handhabung der Feuerpolizei und Feuerwehrordnung ' die Herabsetzung der Umlagen zu erreichen. Je ausgedehnter die Versicherungen, desto billiger die Prämien. An die Bevölkerung des Landes ergeht nun die Einladung, von dieser vorteilhaften Einrichtung den ausgiebigsten Gebrauch zu machen, die Bestrebungen der vaterländischen Anstalt mit allen Mitteln zu
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 23. Dezember 1912, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9170-neue-praemientarife-fuer-die-tiroler-brandschaden-1912).

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Innsbrucker Nachrichten · 25. Jänner 1912 · S. 3 · Bergbau, Handwerk & Landwirtschaft

(Kahl sch läge.) Im Volderbad geht das Gerücht, daß die t k. Forstorgane die Absicht haben, ander Berglehne gegenüber dem Volderbade abermals einen größeren Kahlschlag zu machen. Schon wiederholt wurden auf privatem Wege …

MILCH AUS DER HAUPTSTADTHALLE

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(Die bekannte Kur und Kinde rmilchanstatt „ Leutascherhof ") in Völs bei Innsbruck hat vielseitigem Verlangen entsprechend in Innsbruck, Anichstraße 17, eine Milchtrinkhalle errichtet, woselbst Voll -, Kinderund Joghurt …

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