Seite 4. Nr. 54. entsprechendes Entgegenkommen Zeigen möge. Herr Seyrling erklärte sich bereit, den See gegen einen jährlichen Pachtschilling von 1 Krone dem Verein auf zehn Jahre zu r ' iberlassen und den Bau einer Badehütte auf einen: geeigneten, vom Vereine zu bestimmenden Platz zu gestatten; er behält sich jedoch vor, die zu entrichtende Badegebühr zu Gunsten des Vereines persönlich einzuheben. Ferner erklärte Herr Seyrling zur allgemeinen Befriedigung, daß er auch einige Ruderboote auf seine Kosten auf den: See unterhalten wolle. Sodann dankte ihm der Obmann im Namen des Verschönerungsvereines für dieses Entgegenkommen und besprach weiter die unbedingte Notwendigkeit eines engeren Anschlusses an den Reither Verschönerungsverein. Hierauf wurde beschlossen, wegen des Baues einer Badehütte mit den Interessenten, besonders jedoch mit den Gemeindevorstehungen in Seeseld und Reith sowie mit dem Verschönerungsverein Reith nähere Verhandlungen anzuknüpfen. — Mit Rücksicht auf den derzeitig ungünstigen Kassabestand wurde beschlossen, für heuer nur den Weg zum Gschwandkopf, den Weg zum Wasserfall und die Wasserfallbrücke in Stand zu setzen, sowie die fehlende Wegmarkierung zu ergänzen, und neue Markierungen an sogenannten „ Sackwegen " vorzunehmen. — Urrter „ Freien Anträgen " wurden die Mitglieder in drei Klassen ungeteilt und beschlossen, die Höhe der Mitgliedsbeiträge der in der ersten Klasse rangierenden Gasthofbesitzer deren Wohlttwllen zu überlassen; die 2. Mlsse zahlt 3 Kronen und besteht aus Wohnungsvermietern, Fremden Und sonstigen, vom Fremdenverkehr direkten Nutzen ziehenden Mitgliedern. In die dritte Masse werden diejenigen nicht direkt interessierten Mitglieder eingereiht, die den Verein in seinen Bestrebungen freiwillig unterstützen und 1 Krone bezahlen, wobei der Wohltätigkeit zu Gunsten der Gemeinnützigkeit keine Schranken gesetzt werden. Ueber Anregung des Obmannstellver- Lreters Herrn Traxl kam auch der Tennisplatz zur Sprache. Aus dem Berichte des derzeitigen Verwalters Herrn Adalbert Neuner geht hervor, daß im Vorjahre an Spenden und an Benützungsgebühr rund 90 Kbonen eingegangen sind und daß der heutige Kassarest 68 Kwnen 70 Heller betrage. Herr Neuner übernimmt sodann statt des für die 2. Klasse zu leistenden Mitgliedsbeitrages von 3 Kronen für heuer die Instandhaltung des Platzes. Die Einhebung der Benützungsgebühr soll künftighin mittels Blockzettel geschehen. Zwecks ordnungsgemäßer Einhebung der Mitgliedsbeiträge wurde die Anschaffung von Jahreskarten, welche zugleich als Quittung für den geleisteten Jahresbeitrag zu dienen haben,
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 6. März 1913, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9221-pachtung-des-sees-an-den-verschoenerungsverein-und-badehuettenbau-1913).
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