x. m. rr. FrrnsvruLkcr Nachrichten Die Schuhmachermeister Tirols gegen das Lederkartell. Der Verband der Schuhmacher - Fachgenossenschaften hielt am Ostermontag um halb 10 Uhr vormittag im Saale des Gasthofes Mm „ Grauen Bären " in Innsbruck seine Jahresversammlung ob. Diese war zugleich eine P rotest Versammlung gegen das Lederkartell und das Interesse der Meister zeigte sich im starken Besuche derselben; zirka 200 Meister aus Tirol nahmen an derselben teil. Reichsratsabgeordneter Dr. Erter, Kommissär Zotti vom Magistrate Innsbruck, Genossenschafts - Jnstruktor - Stelloertreter Barek, Ingenieur Rumpf, Leiter des Gewerbeförderungs - Jnstitutes, Herr Kn ö fel als Vertreter des Reichsverbandes, Obmann Pöll aus Linz und Fachlehrer Wigiss e r beehrten dieselbe mit ihrem Besuche. Zahlreiche Begrüßungsschreiben aus Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Mederösterreich und Tirol waren eingelangt. Verbandsobmann Hieke begrüßte die zahlreich Erschienenen und ' erteilte sodann Herrn Pöll aus Linz zu seinem Referate „ Stellungnahme gegen das Lederkartell " das Wort. Redner führte in sachlicher Weise die Ursachen der Lederverteuerung bis zum heutigen Kartell aus. Die Lederverteuerung reicht zurück bis zum Jahre 1962, als sich die Fleischhauer zur sogenannten Häuteverwertungs - Bereinigung zusammenschlossen. Diese hatte den Zweck, die Rohhäute besser zu verwerten. Diese Verteuerung lag aber noch gewissermaßen in der Natur der Sache; diese wurde Noch dadurch begünstigt, daß ein Mangel an Rohhäuten eintrat, deshalb wurde auch! die Nachfrage eine größere. Eine durch nichts gerechtfertigte Lederverteuerung trat aber erst mit 1. Jänner 1913 ein, als sich ungefähr 70 der größten Lederfabrikanten Oesterreichs und Ungarns zu einem Kartell zusammenschlossen. Der Urheber dieser Gründung war der bekannte Kartellgründer M. Würger. Die Folgen dieses! Kartells machten sich gleich nach seinem Entstehen bemerkbar, indem die Lederpreise bereits um 20 Prozent gestiegen sind und eine weitere Steigerung bis wenigstens 30 Prozent zu gewärtigen ist. Diesen Preisauffchlag will das Kartell größtenteils dadurch begründen, um die Betriebsspesen zu decken. Das ' Kartell bezahlt seinem Schöpfer 1 Prozent des Gesamtumsatzes von 120 Millionen ^ das sind 120. 000 Kronen jährlich. Me Existenzfähigkeit will das Kartell dadurch sichern, um einen größeren Einfuhrzoll für fertiges! Leder zu erwirken, um damit die Auslandskonkurrenz unmöglich zu machen. Die ZaMrngs! bedingungen für die Lederkonsumenten wurden bedeutend verfchärft und es werden dadurch mehrere kleinere Lederfrbrikanten durch!
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 29. März 1913, S. 21, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9240-protestversammlung-der-schuhmachermeister-tirols-gegen-das-1913).
In § 44 des Gesetzes vom 24. Mai 1885 R. - G. - Bl. 9ir. 89 wird bestimmt: „ Jede Gemeinde, in deren Gebiete eine arbeitsfähige Person sich befindet oder betreten wird, welche weder die Mittel zu ihrem Unterhalte noch ei …
(Magister Josef Hruschka f.) Wie wir schon gestern kurz berichteten, starb in Innsbruck eine bekannte Persönlichkeit, der Magister der Zahnheilkunde, Arzt und Zahnarzt Herr Josef Hruschka, im Alter von 70 Jahren. Herr Hr …
Sorte 18. Nr. 134. Innsbrucker Nachrichten Samstag den 14. Juni 1913. Gepräge gaben. Bis 10 Uhr wurden van der Rettungsalt. ilung Innsbruck volkstümliche Spicke durchgeführt und auch vre von Leutasch und Seeselb setzte d …
(H e r a n b i l d u n g von Krankenpflegerinnen.) Der Frauenhilssverein vom Roten Kreuze für Tirol hat es übernommen, auf seine Kosten Schwestern auszubilden, welche in einjährigen Kursen im allgemeinen Krankenhause in …
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