liegt, strahlt aus seinem Spiegel wieder zurück; der bRue Himmel mit den einsamen Sommerwolken, die leuchtenden Wiesen und der tiesdunkle Wald und der gewaltige Gipfelbau des Treffauerstockes. Vom Südufer aus zeigt sich uns der Felsenzyklus des wilden Kaisers in seiner ganzen Erhabenheit und Wucht. Gerade uns gegenüber wächst aus üppiggrünem Vorbau der Zettenkaiser empor und zersägt mit seinen Zinken und Zacken den Blauhimmel. Eine Kletterei über seinen Westgrat gehört zu den lohnendsten Kaiserturen. Wo der Zettenkaiser steil zur Grüblerlück abfällt, da formt sich recht keck und bizarr die „ Nadel " / dann reckt sich, vom Sonnlrcht umbrandet, der nun so viel besuchte Scheffauer empor. Um seinen Sockel wallt der grüne Saum am Kaisermantel, der Hochwald, der bis zum See herabsteigt. Ueber der Einsattelung am Westufer starren die. schwarzen Mauern der Jnnberge in den lichtdurchflossenen Aether. Besonders gut sind von hier aus die eigenartigen Gipfelbildungon am Köglhörndl sichtbar, die im Volksmund „ Kapoleonskops " genannt werden. Der Besuch! des Hintersteiner Sees läßt sich sowohl mit mancher abwechslungsreichen Talwanderung als auch mit lohnenden Uebergangsoder Kletterturen verbinden. Vom Steinberg aus, wo Much - Kaindl ' s gastliche Hütte stolz Über die Alphütten hinwegragt, führt außer den verschiedenen Kletterrouten der gut versicherte und trefflich! angelegte Widauersteig in zwei Stunden zum Gipfel des Schefsauers empor und auf dessen SDseite in zwei Stunden zur Barnstatt und zum See hinab. Vom Steinberg führt aber auch! noch! ein Weg über die Walleralpe zum Seespitz oder zur Bärnstatt. Wer von der Gruttenhütte oder vom Treffauer kommt, den geleitet auch der Weg am Hintersteiner See vorbei über die steinerne Stiege nach Kufstein. Von Söll aus wandert man entweder von Stegen an der neuen Eibergerstraße, oder von Bücking an der Reichsstraße aus., über den waldreichen Achliterbevg in 1 1/2 Stunden zum See hinauf. Wir nehmen den Heimweg über Bärnstatt und Scheffau nach Blaicken an der Reichsstraße, um von dort aus das Kufsteiner Postauto zur Rückfahrt ben > ützen zu können. Nur ungern nehmen wir Abschied von dem uns liebgewordenen See und wandern am efeunherrankten Hofe Oberwichlern vorbei gegen Bärnstatt, das wir nach kurzer Zeit erreichen. Bald sind wir oben beim „ Boastinglhofe " ' angelangt. Ueberrascht hemmen wir den Schritt, denn geradezu einzigartig ist der Ausblick, den wir von hier aus genießen. In den weichen, abgeklärten Farben des Abends liegt das Leukental und das Sjöflandl vor uns mit seinen Dörfern und stattlichen Berghofen, seinen ausgedehnten Wäldern und Almen bis hinaus zu den fernen Leoganger Steinbergen. Rüstig schreiten wir talwärts '. Bald reißt der Wald auf und vor uns liegt, von der Dämmerung umfangen, das freundliche Bergdorf Scheffau. Von hier haben wir nur mehr eine kurze Strecke durch Wiesenland zu wandern, dann sind wir in Blaicken, au der Reichsstraße. Pünktlich rattert das Auto heran und bald jagen wir auf staubiger Landstraß e in den sinkenden Abend hinein, während hoch oben am Gewände der wilden Berg majestät die letzten Lichter allmählich verlöschen..
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 19. Juli 1913, S. 18, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9396-wanderung-zum-hintersteiner-see-mit-kletterwegen-und-praechtigen-1913).
Alpine Zeitung. (Die Oft wand des Pendling.) Die gegen Osten steil und schroff abfallende kahle Felswand des Pendling hat schon vielen die Frage ausgedrängt, ob diese jemals schon erklettert worden sei. 'Dies ist bekannt …
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(Ausaperungs - Figuren.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Tie Figuren, die sich bei der langsam vorwärts schreitenden Schneeschmelze an den Hängen unserer Bergriesen durch apere Stellen bilden und jährlich wiederkehren, …
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