Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FISCHNALER-CHRONIK · 1906 SEPT. 13.

Gruftausbau, Verbindung Vorhalle, Mosaikdekoration Portal

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 13. September 1906 · Seite 5 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #3297 (Buchseite 177, 1906 Sept. 13., Nachweis: 06 209; 07 203): „Die 1640 unter dem Presbyterium errichtete Gruft wird ausgebaut zur Aufnahme der Gebeine der Klosterstifterin Erzherzogin Anna Juliana und ihrer Tochter Maria, zugleich wird die Vorhalle mit der Kirche verbunden und am Portal eine Mosaikdekoration von Jos. Pfefferle in Zirl angefertigt.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 177: „Die 1640 unter dem Presbyterium errichtete Gruft wird ausgebaut zur Aufnahme der Gebeine der Klosterstifterin Erzherzogin Anna Juliana und ihrer Tochter Maria, zugleich wird die Vorhalle mit der Kirche verbunden und am Portal eine Mosaikdekoration von Jos. Pfefferle in Zirl angefertigt.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (13. September 1906, S. 5): Das' Grabmal selbst wird in die Seitenmauer der Kirche eingebaut und erhält folgende Ausführung: In die für das Grabmal bestimmte Nische wird ein massiver Steinsockel eingebaut. Auf diesem steht der erste Sarkophag, derjeniger der Erzherzogin Anna Katharina. Links und rechts erheben sich die beiden Pilaster, welche die Steinplatte tragen, auf welcher der zweite Sarg, derjenige der Erzherzogin Anna Juliana ruht. Dieser wird auf analoge Weise durch eine Steinplatte überwölbt, auf welcher sich der Schrein aufbaut, in dem die erzherzogliche Krone, Teile von ihren Kleidern, ihre Haare, mehrere Rosenkränze, sowie verschiedene andere Gerätschaften, welche sie benützte, aufbewahrt werden sollen. Als Material für die Steinarbeit wird' weißer Carrara-Marmor, für die Pilastereinlagen Portoro-Marmor verwendet. Die Mauerpfeiler zu beiden Seiten werden mit einer Platte aus lichtem Untersberger-Marmor verkleidet. Me eingelegte Füllung besteht aus Serpentin- stein mit schwarzem Marmorrand. Der Sockel ist aus Kramsacher-Marmor. Me zwei Särge, in welche die vorhandenen alten Särge eingestellt werden, sind in Messingbronze mit reicher Emaillierung und ganz verg oldet her gestellt. Das Innere derselben wird mit Hartholz verkleidet.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 13. September 1906, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9774-gruftausbau-verbindung-vorhalle-mosaikdekoration-portal-1906).

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