Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1582 Dez. 31. · FISCHNALER-CHRONIK

Vergütung der Bauten des Baumeisters Luchese

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 26. Juli 1913 · Seite 2 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #3922 (Buchseite 218, 1582 Dez. 31., Nachweis: 94 135; 13 170; 21 69; 23 36): „Der Baumeister Luchese erhält hiefür und die von ihm als Zuflucht bei Erdbeben aus Holz hergestellte Burg, genannt die „Ruhelust“ nächst der Reitschule zum Hofgarten, sowie die aus Stein errichtete, dem hl. Leopold geweihte Kapelle samt einer hohen Aussichtswarte von der fürstlichen Kammer 8643 fl. vergütet.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 218: „Der Baumeister Luchese erhält hiefür und die von ihm als Zuflucht bei Erdbeben aus Holz hergestellte Burg, genannt die „Ruhelust“ nächst der Reitschule zum Hofgarten, sowie die aus Stein errichtete, dem hl. Leopold geweihte Kapelle samt einer hohen Aussichtswarte von der fürstlichen Kammer 8643 fl. vergütet.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (26. Juli 1913, S. 2): Aus dem Jahre 1609 meldet der Chronist, daß v o n Seite des neuen Landes fürsten, M aximilian dem ' Deutschmeister, zur Sicherung der aus Holz gebauten Ruhelust und der alten Burg umfassende Vorkehrungen getroffen wurden, in deren Anschluß eine wohldnrchdachte Feuerordnung zur Einführung gelangte. Erzherzog Leopold, Klaudias Gemahl, veranstaltete am Rennplatz anno 1626 ein großes Kopsrennen in zwei Anzügen. Den ersten, die Mohren, führte der Landessürst selbst, den zweiten, die Türken, kommandierLe der Markgraf von Baden. Das Ziel waren ' drei ausgesiopfte Männer in phantastische Kleider gehüllt. Es sollte der Kopf dem ersten mit der Lanze herab- gestochen, dem zweiten mit dem Wurfpfeil hinweg,genommen und dem dritten mit dem Schwerte abgehauen werden, alles in Karriere ohne Einhalten. Das Spiel gelang zur allgemeinen Zufriedenheit des Hofes, der hohen Gäste und des gemeinen Volkes. Wie es um diese Zeit hier ausgesehen haben muß, schildert der Augsburger Bürger, fürstlich pommersche und lüneburgische Rat Philipp Hainhofer, der sich vom 15. April bis zum 3. Mas 1628 in Innsbruck aufgehalten hatte, in seiner Reisebeschreibung.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 26. Juli 1913, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9797-verguetung-der-bauten-des-baumeisters-luchese-1913).

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