Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FISCHNALER-CHRONIK · 1902 FEBR. 11.

Tod des Aquarellisten Josef Gröber

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 13. Februar 1902 · Seite 3 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #4721 (Buchseite 270, 1902 Febr. 11.): „Tod des geschätzten Instrumentenmachers Josef Gröber, besonders verdient als geschickter Aquarellist, dem die Stadt eine große Anzahl jetzt verschwundener Baulichkeiten im Bilde verdankt, von denen viele als Grundlage der Illustrierung der „J. Chron.“ Verwendung fanden. Orig. in den Kanzleien des Rathauses und im Ferdinandeum.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 270: „Tod des geschätzten Instrumentenmachers Josef Gröber, besonders verdient als geschickter Aquarellist, dem die Stadt eine große Anzahl jetzt verschwundener Baulichkeiten im Bilde verdankt, von denen viele als Grundlage der Illustrierung der „J. Chron.“ Verwendung fanden. Orig. in den Kanzleien des Rathauses und im Ferdinandeum.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (13. Februar 1902, S. 3): Ans Stadt und Land. (Volkstümliche Universität-- Vorträge. ) Heute Donnerstag findet der erste Vortrag des Prof. Dr. F. Schmid über „ Moderne Gemeindepolitik " im kleinen Stadtsaale statt. Beginn Schlag 8 Uhr. (Josef Gröber-f ) Herr Josef Gröber, welcher vorgestern hier verschieden ist, war eine ebenso bekannte als beliebte Persönlichkeit. Neben dem Berufe als Musikinstrumentenmacher beschäftigte sich Gröber mit Aquarellmalerei; wir verdanken seiner Thätigkeit einen CycluS von Ansichten aus Alt- Innsbruck, die er im Aufträge des Magistrates ausführte und die sich durch große Treue auszeichnen Auch in Sand in Täufers machte er viele Aufnahmen; mit Oberlandesgerichtsrath Gasteiger und Martinus Meyer befreundet, hat er des öfteren mit diesen kleine Reisen — unter andern auch an den Comosee — unternommen, von denen er dann stets reiche Ausbeute an Landschaftsskizzen heimbrachte. Gröber gehörte noch der alten Garde an, seine Bilder haben alle etwas Anheimelndes, Liebenswürdiges und mau kann wohl sagen, dass seine Kunst ein Spiegelbild seines ehrlichen, biederen Charakter Z war.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 13. Februar 1902, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/10061-tod-des-aquarellisten-josef-groeber-1902).

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