Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
GRABMAL OHNE RUHESTÄTTE

Zur Erhaltung des Grabmonumentes des kunstvollen Kolin im alten Friedhof

( Tir. B.) Eingesandt. Bei der am 6. September stattgefundenen MagistratS - Sitzung kam auch die Transferirung der Monumente verdienstvoller Männer, wie deS MagistratS- RatheS Erler, des Dr. Franz Unterberger und Alfons v. Pulziani, zur Sprache. Bei diesem Anlässe möchte man auf einen nicht minder berühmten und verdienstvollen Mann aufmerksam machen. ES ist dies der im Jahre 1612 verstorbene uns allbekannte Alexander Kolin aus Mecheln, dessen von ihm selbst verfertigtes sehenswertheS Grabmonument links von der Kapelle im alten städtischen Friedhöfe sich befindet. Obwohl dieses noch sehenSwerthe Monument Kolin ' S durch den Zahn der Zeit sehr gelitten und der Wandalismus auch schon da und dort an demselben Hand angelegt hat, so dürfte doch dieses werthvolle Grabmal durch die geschickte Hand eines Künstlers oder Fachmannes wieder ein für das Auge gefälligeres Aussehen erlangen. Könnte man nicht auch, wie den oben erwähnten verdienstvollen Männern dem so kunstreichen Kolin, aus dessen Hand die meisterhaft gearbeiteten Basrelief an der Kaiser Maximilian ' S Gruft in der Hofkirche hervorgegangen sind, ein ehrendes Plätzchen als Ruhestätte in dem neuen Friedhofe anweisen?
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 25. September 1867, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/2041-zur-erhaltung-des-grabmonumentes-des-kunstvollen-kolin-im-alten-1867).

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