Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
GESTANK IM GEMEINDERAT

Beschluss über die Anpassung des Blatternspitals und die Remise für den Latrinenreinigungs-Park

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 7. Oktober 1879 · Seite 5
Die Bausektion hatte ferner beantragt, das bisherige Blatternspital zu Wohnungen für den städt. Brunnenmeister und den Maschinisten der Lokomotive für Latcinenreinigung zu adaptiren und zugleich an der Ursulinenmauer eine Remise für den neuen Latrinenreinigungs - Park zu erbauen. Gemeinderath Schiestl spricht energisch gegen letzteres Projekt und meint, man solle Ernst machen, den Gestank aus der Stadt zu entfernen und die Remise am städtischen Bauplatz am Prügelbau errichten. Gemeinderath Kästner spricht im gleichen Sinn. Gemeinderath Dannhauser beantragt, die Angelegenheit an das Baukomits zurückzuweisen, um einen geeigneten Platz ausfindig zu machen. Gemeinderath B a u r hält den Platz für entsprechend, erklärt die Befürchtungen wegen des üblen Geruches für gänzlich unbegründet und sagt, das Lokomotiv, das etwa in acht Tagen ankomme, müsse sogleich untergebracht werden. Gemeinderath Tschurtschenthaler meint, es sei im städtischen Baustadl Platz genug für den ganzen Apparat und wünscht, daß die rechte Seite des ehemaligen Blatternspitales als Versteigerungslokal, an dem ein fühlbarer Mangel sei, reservirt werde. Gemeinderath Mutschlechner glaubt, daß das alte Spritzenmagazin zur Unterbringung des angeführten Parkes am geeignetsten sein dürfte. Schließlich wird der Antrag Dannhauser ' s genehmigt und weiter beschlossen, die Remise an den Ursulinermauern nicht zu bauen und nur die linke Seite des Blatternspitales zu einer Wohnung für den Brunnenineister zu adaptiren.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 7. Oktober 1879, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4070-beschluss-ueber-die-anpassung-des-blatternspitals-und-die-remise-1879).

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