Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
PFARRENGRENZE BEIM BESETZEN

Bemühungen um Regelung des seelsorglichen Verhältnisses im ehemaligen Wiltener Gebiet

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 17. September 1881 · Seite 4
3122 lichen Jurisdiction trat der Militär - Seelsorger in Function. Den Leichenwagen begleitete neben dem Cortege der bürgerlichen Leichenbestattungs - Anslalt Mannschaft der berittenen Landesschützen zu Fuß mit umgehängtey Gewehren. Bei dieser Gelegenheit hörte man vielseitig den gewiss berechtigten Wunsch aussprechen, dass das seelsorgliche Verhältnis in dem von der Stadt neuerworbenen ehemaligen Wiltener Gebiete zwischen dn beiden betreffenden Pfarren endlich einmal in der Weise geregelt werte, dass dasselbe von der Pfarre Willen losgelöst und der Stadlpfarre einverleibt werde. Gerade bei Begräbnissen ist dieser Missstand besonders unangenehm fühlbar; abgesehen von den größeren Kosten, welche für diejenigen Familien erwachsen, deren Angehörige nicht auf dem Wiltener, sondern auf einem städtischen Friedhofe beerdiget werden sollen, hat die Uebergabe der Leiche von einer Pfarre an die andere, da dieselbe mit neuen Gebären verbunden ist und vom Borke kurzweg „abkaufen" genannt wird, etwas beinahe Entwürdigendes an sich. s Schwurgerichtsverhlllldlungeo.) Während der dritten Schwurgerichts- Periode des Jahreö 1881 kommen beim hiesigen k. k.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 17. September 1881, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4303-bemuehungen-um-regelung-des-seelsorglichen-verhaeltnisses-im-1881).

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