Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
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Kritik an der Kothlacke: Sanitäre Verhältnisse auf dem Bäckenbühel

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 2. Oktober 1886 · Seite 4 · #Sanitätspolizei
(,,Aschenbrödel. ") Unter diesem Titel erschien gestern eine Flugschrift, die sich ( angesichts der Gefahr einer Epidemie) mit den sanitären Verhältnissen einer, wie es scheint, vergessenen Gasse beschäftigt. Wir bringen den Inhalt dieser Flugschrift auszugsweise, um hi durch den Verfassern derselben vielleicht eine Unterstützung zu bieten, die zur rascheren Realifirung ihrer Wünsche beitragen könnte. „ In der reinlich und sauber gehaltenen Landeshauptstadt Innsbruck, heißt es in jener Schrift, ist der kleine Winkel „ Bäckenbühel " das, was eine stinkende Eiterbeule an einem sonst gesunden menschlichen Körper ist. Besehen wir uns den Stand res Gäßchens „ Bäckenbühel ", dann begreifen wir, warum trotz der neuen Straßen und Gassenbezeichnungen der altererbte Name „Kothlacke " für das Stadtviertel St. Nikolaus so hartnäckig sein altes Recht behaupten kann. Die Gaffe „ Bäckenbühel " scheint in erster Reihe der Ablagerungsplatz für alle möglichen Abfälle und allen Unrath, für die Straßenräuwer aber unzugänglich zu sein. Der Unrath, der hier Tag für Tag auf die Gaffe geworfen wird, bleibt oft Wochen lang liegen, oder doch wenigstens so lange, bis ein gütiger starker Regen die einzelnen Haufen auf einen zusammenspült und diesen so lange mit Macht vorwärts schiebt, bis sich seine Kraft
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. Oktober 1886, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/4861-kritik-an-der-kothlacke-sanitaere-verhaeltnisse-auf-dem-1886).

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