Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
VOGELFANG MIT BILLIGLIZENZ

Kritik an dem ausgiebigen Fang und Verkauf von Singvögeln in Hötting

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 28. Dezember 1887 · Seite 7
G - R. Dannhauser interpellirt, da es sich gerade um Agenden des Polizei - Comitös handle, wegen des VeikaufeS von Singvögeln, namentlich der Insektenfresser. In der Gemeind« Hötting erhält man für 2 fl. dteLicevz, Vögel zu fangen, was in nur zu aus -, giebigem Maße geschehe; das sei sehr zu beklagen. G. R. Adam theilt mit daß die Vogelfänger oft noch höchst barbarisch mit den armen Thierchen umgehen, indem sie dieselben in Ofenröhren einsperren, damit die Gendarmen für den Fall, daß sie in ein Haus eintreten. die Vögel nicht gewahren. G. - R. Schumacher erinnert an seinen Antrag auf Abschaffung des Vogelmarktes beim Staditharme. Nach dem, was er heute höre, finde er, daß er mit seinem Antrags wieder kommen könne; er werde nicht verfehlen, bei gelegener Zeit darauf zurückzukommen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 28. Dezember 1887, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5071-kritik-an-dem-ausgiebigen-fang-und-verkauf-von-singvoegeln-in-1887).

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