Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
VORREITER IM ELEKTRISCHEN LICHT

Elektrische Beleuchtung in der Bahnrestauration und neue Fernleitung von Tivoli nach Rom

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 20. August 1889 · Seite 4 · #Elektrisches Licht
(Elektrische Beleuchtung.) Die Bahnrestauration ist wohl als das erste Geschäft, das die elektrische Beleuchtung für beständig eingcführt hat, zu nennen; in derselben sind die Jnnenräumlichkciten sowie die Außenseite bereits durch elektrische Bogenlampen beleuchtet. — Wie dem „ Pester Lloyd " aus Rom mitgetheilt wird, hat die dortige Gesellschaft, welche gleichzeitig Inhaberin des Elektrizitätswerks für die städtische Beleuchtung ist, nunmehr beschlossen, die Wasserfälle von Tivoli für ihre Zwecke in Benutzung zu nehmen. Von diesen Wasserfällen soll ein Strom mittelst einer 30 Kilometer langen Leitung nach Rom geführt werden und dort in jene Leitung übertreten, welche bereits gegenwärtig zur, Beleuchtung der Stadt Rom dient. Die Anlage in Tivoli wird nach dem Fernleitungssystem von Zipernowsky, Deri, Blathy mit Wechselstrom - Transformatoren ausgeführt und ist die hier überwundene Distanz die größte, welche bis heute bei ähnlichen Anlagen erreicht wurde. Der Auftrag zur Ausführung dieser Anlage wurde vor Kurzem der Firma Ganz & Komp, in Budapest erthellt.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 20. August 1889, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5248-elektrische-beleuchtung-in-der-bahnrestauration-und-neue-1889).

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