Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BLEIKABEL UNTER INNSBRUCK

Legung der Bleikabel für die elektrische Lichtleitung in Innsbruck

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 20. August 1889 · Seite 7
Zur Kabellegung. Die gegenwärtig stattfindende Legung der Kabel für die elektrische Lichtleitung von dem hiesigen Gas und Elektrizitätswerke erregt, wie allenthalben wahrgenommen werden kann, die Aufmerksamkeit der weitesten Kreise Innsbrucks in hohem Grade und interessirt namentlich die Verbindung der Enden der einzelnen Kabelstücke untereinander die Gebildeten aller Stände. Die verwendeten Kabel sind sogenannte „ Bleikabel ", fabrizirt von einer Schweizer Firma, welche ihrem Fabrikate nebst Billigkeit auch andere große Vorzüge anrühmt. Nachdem das Leitungsmateriale bei allen elektrischen Anlagen in Bezug auf Kosten ein Hauptfaktor ist, so scheinen die Bleikabel schon auf Grund ihrer Billigkeit thatsächlich berufen zu sein, allen Anspruch auf ausgedehnte Verwendung erheben zu können. Bekanntlich erfordert es die möglichste Betriebssicherheit der elektrischen Anlagen, besonders in größeren Städten, in erster Linie, daß die Leitungsdrühte oder überhaupt die Leitungen sowohl gegen natürliche als böswillige Beschädigungen im erreichbar höchsten Grade geschützt sind. Unterirdisch geführte Leitungen oder sogenannte „ Kabel ", sollen diese bis heute höchst erreichte Sicherheit bieten. Selbstderständlich stellt man daher an die Kabel sehr hohe Anforderungen in Bezug aus Dauerhaftigkeit und Billigkeit, sowie es auch von größter Wichtigkeit ist, daß die Legung der Kabel nicht mit zu großen Schwierigkeiten verbunden ist.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 20. August 1889, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5249-legung-der-bleikabel-fuer-die-elektrische-lichtleitung-in-innsbruck-1889).

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