J. 1. geschmückt ist. Ire Keoölkerrurgs - Dichtigkeit inj Innsbruck. In der gestrigen Vollversammlung des volkswirtschaftlichen Vereines sprach, wie bereits angekündigt, der städtische Ingenieur Herr Franz Tochtermann über dieses Thema. An der Hand einer Uebersichtskarte und statistischer Tabellen gab er ein genaues Bild über die Dichtheit der Bevölkerung in den einzelnen Theilen unserer Stadt nach dem Stande der Volkszählung vom 31. December 1890. Herr Tochtermann besprach in ausführlicher Weise die Grundsätze, welche bei der graphischen Darstellung der Bevölkerungsdichte maßgebend waren und auf die des näheren einzugehen uns der Raum nicht gestattet. Die Stadt Innsbruck umfasst nach der von Herrn Tochtermann beschriebenen Methode der Berechnung einen Flächcnraum von 3,081. 350 m 2 also rund 3 Quadratkilometer oder 308 Hektar, auf welche am 31. December 1890 eiue Bewohnerzahl von 23. 200 Einwohnern mit Einschluss von 1867 Soldaten, jedoch ohne die 110 Officiere entfiel. Die Militärpersonen wurden in der graphischen Darstellung auf die Casernen und anderen militärärarischen Gebäude vertheilt, dagegen war es nicht möglich, die 110 Officiere auf Grund von Detailangabcn der Volkszählung zu vertheilen, daher dieselben ausgeschieden wurden, was jedoch die Darstellung nicht wesentlich berührt, da diese Zahl sich auf ein sehr großes Gebiet vertheilt. Ein Blick aas die Karte zeigt nun, dass innerhalb der Stadtgrenzen noch im ausgedehnten Maße unbewohnte Gebiete vorhanden sind, und in der That halten sich derzeit die verbauten und unverbauten Gebiete in Innsbruck die Wagschale. Von diesen unbebauten Gebieten entfällt eine Fläche von 259. 480 m 2 auf den Inn im Stadtgebiet. Welchen Wert eine solche bedeutende unbebaute und was das Wichtigste ist, stets unverbaut bleibende Fläche, welche allein ca. V « sämmtlicher unverbauten Flächen und ca Vis der Gesammtfläche beträgt, besitzt, braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden. Wenn auch die benachbarten bewohnten Gebiete zu den am dichtest bevölkerten der ganzen Stadt zählen, so ist doch durch die ein geschobene Jnnflussfläche für immer dafür gesorgt, dass auch innerhalb der dichtbewohnten Flächen stets eine ausgiebige Luftcireulation stattfinde. Der Inn besitzt daher, abgesehen von allen anderen sanitär günstigen Einwirkungen eine enorme Bedeutung für die gesundheitlichen Verhältnisse unserer Stadt. Ein weiteres großes unverbautes Gebiet sind die Gründe am Saggen ( 882 - 000 m 2) ferner der Prügelbau, der ärarische Holzplatz im Westen und das sog. Bruckfeld int Norden im Gefammtausmaße von 110. 000 m 2. Bemerkt zu werden verdient hingegen, dass innerhalb des geschlossen verbauten Stadttheiles am rechten Jnnwfer nur außerordentlich wenige und kleine nicht zur Verbauung bestimmte Flächen, also öffentliche Plätze und Anlagen sich befinden. Auf öffentliche Plätze und Anlagen überhaupt entfällt eine Fläche von 122. 230 m 2, hievon nehmen der Hofgarten und die
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 26. November 1892, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5647-darstellung-der-bevoelkerungsdichtigkeit-in-innsbruck-durch-1892).
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