(Professor Dr. Richard Braungart j und die Tiroler Landwirtschaft.) Unter i den Tausenden von Fremden, welche alljährlich I zum Vergnügen und zur Stählung ihrer Gesund-! heit Tirol besuchen, gibt es auch Männer der! Wissenschaft, welche diese Ausflüge dazu benützen, durch Berg und Thal ihnen lieb gewordene Studien fortzusttzen und die gemachten Erfahrungen in Schriften niederzulegen. Zu dieser Kategorie von Fremden gehört Dr. Bernhard Braungart, ehemaliger langjähriger Professor der köuigl. landwirtschaftlich brautechnischen Akademie in Weihenstephan bei Freismg, gegenwärtig in München im Ruhestand lebend. Als Professor des allgemeinen und speciellen Pflanzenbaues, der Bodenkunde und der landwirtschaftlichen Gerüche und Maschinenkunde hat sich dieser Herr, der seit 25 Jahren alljährlich für längere Zeit nach Tirol gekommen ist, viel mit der alten und neuern Tiroler Landw '. ttjchast und deren natürlichen Unterlagen, Boden, Klima rc. befasst. Ein zweibändiges Werk dieses Autors: Die Ackergeräthe in ihren praktischen Beziehungen wie nach ihrer urgeschichtlichen und ethnographischen Bedeutung, mit Unterstützung der bay rischen und preußischen Staatsregierungen und der Akademie der Wissenschaften in München herausgegeben, ( 48 Taf. Abbildun n) ist 1882 bei C. Winter in Heidelberg erschie nen. Darm ist sehr viel von der Tiroler Landwirtschaft die R de. Nicht minder in einem vergriffenem Buche: Die Wissenschaft in der Bodenkunde, ein Leitfaden für geobotanische ökonomische Studien von Boden und Flora in Tirol. Leipzig bei H. Voigt. In vielen Abhandlungen, erschienen in den Jahrbüchern des preußischen Ackerbau - Ministeriums, im Journal für Landwirtschaft ( Göttingen), in der Zeitschrift des landwirtschaftlichen Vereins in Baiern, in der Zeitschrift für das gesummte Brauw sen ( München bei Oldenburg) hat Prof. Braungart Streiflichter auf die Tiroler Landwirtschaft j geworfen. Jetzt beabsichtigt dieser unermüdliche Forscher eine selbständige Schrift herauszugeben: „Die natürlichen Existenzbedingungen der Jnnthalbauern und die Landwirtschaft in Nordtirol. " Sie wird namentlich die natürliche und künstliche Vegetation in ihren hundertfältigen Beziehungen zur Landwirtschaft besprechen, den Bauern zeigen was sie Gutes machen und wo und wie Verbesserungen möglich sind. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, dass i den Bestrebungen des hervorragenden Fachmannes auf dem Gebiete der Landwirtschaft seitens der berufenen Factoren jene fördernde Antheilnahme entgegengebracht wird, welche erwünscht ist, damit das begonnene Werk auch seine Vollendung ererreicht, und der Same, welchen der Gelehrte in so freigebiger Weise aus seinem reichen Wisftn schätze ausstreut, auch Früchte trage
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 5. Oktober 1897, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6220-professor-braungart-und-seine-forschungen-zur-tiroler-landwirtschaft-1897).
(Landwirtschaftliche Be zirksgenossenschast Innsbruck - Umgebung.) Die vor kurzem beim „ weißen Kreuz " hier abgehaltene Generalversammlung der landwirtschaftlichen Bezirksgenosstnschaft war äußerst gut besucht. Die Neuw …
(Adolf Trientl f.) Anlässlich des Ablebens des hochw. Herrn Trientl telegraphierte der Herr Ackerbauminister: „ Johann Tobias Haid, Oetz ( Oetzthal)! Die Nachricht vom Ableben des verdienstvollen Professors Trientl hat m …
Gemeikdeaths - Sihrrng am 11. März. Die feierliche Sitzung des Gemeinderathes, zu der die Gemeinderäthe im Festkleide erschienen waren, galt der officiellen öffentlichen Beschlussfassung und Verlautbarung betreffs der be …
(Der Florianimarkt in Mühlau) am 4. ds. war infolge des bevorstehenden Haller Maimarktes nicht besonders gut bestellt und es war auch keine besondere Kauflust bemerkbar. Besseren Absatz fanden die in großer Anzahl feilge …
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