Andreas Hofer - Festschrift. In F. W. Ellmenreichs Verlag in Meran erschien dieser Tage ein kleines Büchlein, welches auch als Festschrift zur bevorstehenden Hofer - Feier gelten soll, wie der Verfasser Dr. Franz Jnnerhofer in seiner Vorrede betont. Das Büchlein enthält, wenn auch in kurzen Umrissen, eine vollständige Lebensbeschreibung Andreas Hofers, sowie eine genaue Aufzählung aller Monumcnte und Gedenktafeln. welche bisher zu Ehren Andreas Hofers errichtet worden sind. Wenn auch schon eine reiche Literatur über Andreas Hofer besteht, so fehlte es dennoch an einer kleinen Geschichte Hofers, welche bestimmt sein sollte, so recht Gemeingut des Volkes zu werden; denn viele von diesen Werken sind entweder ganz vergriffen, oder aber zu groß angelegt und zu theuer, um vom großen Publicum gekauft zu werden. Dieses Büchlein ist aber so recht geschaffen, um in weiten Kreisen bekannt zu werden. Das Manuscript nach welchem der Verfasser dasselbe bearbeitete, rührt von einem Bauern her, der ein Zeitgenosse und inniger Freund Andreas Hofers selbst war. Dieser Mann ist ein gewisser Josef Thaler, Hasler zu St. Martin in Passeier, der erst mit 45 Jahren das Schreiben für sich selber, ohne jeden Lehrmeister, erlernte. Obwohl er die vollständige Geschichte Andreas Hofers im Concept verfasste, kam er mit der Schönschreibung desselben bloß bis zum 24. Capitel. Johann Jakob Pöll, ebenfalls ein Zeitgenosse Andreas Hofers und in den 30er Jahren Director der Bürgerschule in Bozen, benützte das Concept Thalers und führte die Geschichte Hofers mit seinen eigenen Bemerkungen versehen zu Ende. Die Geschichte Hofers hat daher um so mehr Anspruch auf Wahrheit, weil sie von seinen eigenen Zeitgenossen herrührt und bringt daher manches Neue, was man in den bisherigen Werken nicht vorfindet. Die Verlags - Handlung Pötzelberger gab sich gleichzeitig alle Mühe, das Büchlein würdig auszustatten; der Umschlag vorn zeigt ein Porträt Hofers, wie eS sich im Manuskripte Thalers vorfindet; es muss daher ziemlich gut sein, sonst hätte es als Freund Hofers nicht seinem Buche einverleibt; die rückwärtige Seite bringt das genaue Wappen Andreas v. Hofers in seinen richtigen heraldischen Farben, was man auch selten zu Gesicht bekommt. Ebenso ist das Porträt des Geschichtschreiber Thaler dem Büchlein beigegeben.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 19. September 1899, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6501-neues-buch-ueber-andreas-hofer-von-zeitgenossen-verfasst-und-1899).
Nr. 22. Beiträge zur Geschichte des Jahres 1809. 1) Die Vertheidiger des Pass Lueg im Jahre 18 ' > 9 und ihr Führer Josef Strub er. Salzburgisches Geschichtsbild von Dr. Ferdinand Lentner. Salzburg, Kerber 1898. 2) Dr. S …
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