Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
STREIK UM DIE LETZTEN 120 MINUTEN

Arbeiterstreik in der Huberschen Sensenfabrik aufgrund von Arbeitszeit- und Lohnfragen

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 30. Jänner 1901 · Seite 4 · #Streik und Unruhen
Der Zuwachs beträgt daher 82 Personen. (Streik in der Sensenfabrik inIenbach.) Seit vorgestern befinden sich die Arbeiter der Huberschen Sensenfabrik im Aus stand. Nach eingeholten Informationen liegt der Grund des Streiks darin, dass Herr Fabrikant Huber um Neujahr seinen Arbeitern erklärte, von nun ab höre das alte Uebereinkommen, dass jeden Samstag um 4 Uhr Nachmittag die Arbeit ruhe, auf, und dauere die Arbeit von nun an bis um 6 Uhr. Das Uebereinkommen ist schriftlich in Händen der Arbeiter. Den Arbeitern wurden, da sie trotz des Gebotes an Samstagen bis 6 Uhr zu arbeiten, die Arbeit um 4 Uhr ruhen ließen, 4 X vom Lohn als Strafe abgezogen. Am Montag früh begann nun der Ausstand. Die Firma Huber beschäftigt circa 180 Arbeiter. Die Einwohner I nbachs stehen den Streikenden sympathisch gegenüber. Die Forderungen der Arbeiter Pud nunmehr: 1. Bedingungslose Rückgabe der Strafgelder; 2. Festsetzung des Arbeitsschlusses an Samstagen um 4 Uhr, an Vorabenden von Feiertagen um 6 Uhr abends. 3. Abänderung der Werkvrdnung. 4. Entfernung des Werkmeisters Thomann. (Der furchtbare Sturmwind) am 28. ds. riss, wie die „ N.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 30. Jänner 1901, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6717-arbeiterstreik-in-der-huberschen-sensenfabrik-aufgrund-von-1901).

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