Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
VOLKSSPEISEN MIT AUSBLICK

Debatte über den Standort des Volksbrausebades in Verbindung mit einer Volksküche

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 7. Dezember 1901 · Seite 6 · #Volksküche
David Mayer gestorben. Sitzung des Innsbrucker Gemeinderathes am 6. December 1901. Vorsitzender: Herr Bürgermeister Wilhelm Greil. Die Sitzung wurde mit einer umfassenden Debatte über die Situierung des neu zu erbauenden Volksbrausebades in Verbindung mit einer Volksküche eingeleitet, lvelche zn dem Ergebnis führen dürste, dass der Gedanke, das Bad auf dem Platze gegenüber dem Turnus V reinshause zu erbauen, ausgegebeu wird. Die Frage würde vom GR. v. Guggenberg angeschnitten, der sich aus verschiedenen Gründen g gen d e Erbauung am genannten Platze aussprach GR. Zösmayr bemerkte, dass die Stadt kein m privaten Bauwerber die Herstellung eines Baues gestatten würde, den sie nun selbst auszuführcn beabsich ige. Sie möge mit der Bobachrung der Bauordnung mit gutem Verspiele vorangehen. Redner empfiehlt, die Volksküche in dem goldenen Dachlgebäude unttrzubrngen, was wohl mö lich sei. Die Hauptsache sei, dass die Volksküche central gelegen sei und deren Besucher gut zu essen bekommen, in welchem Stile der Bau hergcstellt sei, dürfte den Besuchern gleichgiltig sein. Der Grund fürs Brausebad könnte dadurch besser ausgenützt werden, dass es mit dem Bau eines Zinshauses in Verbindung gebracht wird und in eine der neu zu eröffnenden Straßen in Dreiheiligen verlegt wird. Auch GR. Norer glaubt, dass für Brausebad und Volksküche durchaus kein Pr ch bau nothwendig ist. dre l tztere im goldenen Dachlgebäude gegen die Badgasse hin ganz leicht eingebaut werden könnte. Die Anregung, betreffend Verbindung des Bades mit einem Zinshanse sei wohl zu empfehlen. Man könnte ' » Parterre mit einem Flügelanban das Bad ganz geeignet unterbrmgen, wie es auch in Wien geschehen ist. Jedenfalls soll das Bad nach Dreihe ligen verlegt werden. Hiesür spricht sich auch GR. Thurner aus. GR. Kapferer hält den Platz vor dem Tnrnus - Bereinshause ebenfalls nicht für geeignet und kreme: kt, dass bei Ausführung d eses Projektes das zum Ereignis würde,? was man im Innsbrucker Gemeinderalbe seinerzeit bei Anlegung des Parkes für unmöglich hielt,
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 7. Dezember 1901, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6882-debatte-ueber-den-standort-des-volksbrausebades-in-verbindung-mit-1901).

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