Der tägliche Warenumsatz bewegt sich son 120 L bis 500 (Die Einverleibung von Pradl.) Nach dem Grundsätze: ^näiatur et altera. par8 glaubten Wir nachstehender, von mehreren Ausschussmitgliedern der Fraktion Pradl uns zugegangenen Erwiderung auf den in Nr. 131 unter der voranstehenden Spitzmarke erschienenen Bericht die Aufnahme nicht versagen zu dürfen: Schon vor zwei Zähren gieng in Pradl sowie auch in der Stadt das Gerücht herum, dass Pradl von der Stadt einbezogen werde. Die Stadt Innsbruck hatte ihr Augenmerk auf den großen Grundcomplex geworfen, der an ihre Mauern grenzt. Durch die thatkräftige Unterstützung unseres Gemeinde - Oberhauptes trachtete nun die Stadt, so ganz im Stillen sich der Fraktion Pradl zu bemächtigen, ohne dass man etwas merken sollte. Ausgerüstet mit einem für die Einverleibung Pradls recht günstigen, von der Stadt angefertig- Len Regulieruugsplane rückte dieselbe ins Feld und begann zu unterhandeln und zwar zuerst mit der Fraktion Amras, wie sich dieselbe zur Trennung verhalten würde. Sei es nun, dass in der ersten Erregung Amras die Forderungen zu hoch stellte, oder waren es andere Gründe, welche die Unterhandlung im Stillen nicht abwickeln ließen: die ganze Angelegenheit kam bald in die Oeffentlichkeit und es erfuhr nun davon auch der Gemeindeausschuss von Pradl. Es wurden dann mit der Stadt Verhandlungen angeknüpft, welche jedoch resultatlos verliefen, und der von der Gemeindevorstehung in aller Eile genehmigte Regulierungs - Plan wurde durch einen Rekurs an den Landesausschuss außer Kraft gesetzt; an dem soeben erwähnten Plan wurden dann einige für die Grundbesitzer in Pradl einigermaßen günstige Abänderungen getroffen, soweit es der Anschluss au die Hauptstraßen der Stadt erlaubte. Nun herrschte Stillstand in der ganzen Sache, bis der in den „ Jnnsbr. Nachr. " vom 12. April unter der Spitzmarke „ Die Vereinigung Pradls mit Innsbruck " erschienene Artikel Alle aufschreckte, in dem von einem „ Gesetz vom., die Ausscheidung der Ortschaft Pradl von der Ortsgemeinde Amras und Vereinigung derselben mit der Stadt betreffend " die Rede war. Nun dachte sich der Ausschuss von Pradl, ein magerer Ausgleich ist besser als ein langer Process, wobei der Stärkere meistentheils die Oberhand gewinnt und trat deshalb mit Vertretern der Stadt in Unterhandlungen ein, welche zu einer Einigung führen sollten. Die Vertretung der Stadt ist sich wohl bewusst, dass die Fraktion Pradl in ihren sanitären Einrichtungen noch sehr weit zurück ist, indem dieselbe gegenwärtig ohne Trinkwasser dasteht, da die Vorgefundenen Quellen sich als unzulänglich erwiesen haben; dass weiter unser Pradl keine Canalisierung besitzt; dass wir trotz der nahen Gasfabrik noch im Dunkeln sitzen, welcher Mangel wohl nur einzig und allein vom Willen der Gemeinde abhängt, indem die Beleuchtungs - Anlage keine unerschwinglichen Kosten verursachen würde; dass unsere Wege viel zu wünschen übrig lassen; dass unsere Schule den jetzigen Anforderungen nicht mehr entspricht und noch als gewöhnliche Dorfschule mit gemischten Schulklassen besteht, so dass jeder, der sich halbwegs das nöthige Schulgeld vom Haushalte ersparen kann, seine Kinder in eine städtische Schule schickt, und bringt dies
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 17. Juni 1902, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7002-einverleibungsvorhaben-der-stadt-innsbruck-an-die-fraktion-pradl-1902).
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Am Beginne der Sitzung verweist GR. Zösmayr auf den Uebelstand, dass in der Viaductstraße, gegenüber den Militär - Stallungen kein Canal vorhanden sei, sodass die Abwässer alle in die Abortgruben geleitet und diese alle …
(Vereinigung Pradls mit Innsbruck.) Wie bekannt sein dürste, schweben schon seit längerer Zeit Verhandlungen zwischen der Stadtgemeinde Innsbruck und der Gemeinde Amras - Pradl betreffend die Einverleibung der Fraction P …
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