Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
DENKMAL OHNE GELD UND GLANZ

Lutterotti-Denkmal in Imst bleibt auf Grund der Noth der Geldmittel unvollendet

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 1. Juli 1902 · Seite 2 · #Denkmale – Gemeinden
Statthalterei zur Errichtung und Einhaltung von Pflanzgärten, sowie zu Aufforstungen überstellt werden, 2400 L zu Remunerierungen von Waldaufsehern, die sich um die Aufforstungen verdient gemacht haben, bestimmt wird, der Rest von 5000 L aber dem Landesausschusse zur Unterstützung von Aufforstungen in besonders berücksichtigenswerten Fällen über Einvernehmung der politischen Forstverwaltung zur Verfügung stehen soll, wobei bei der Verteilung auf die Vermögensverhältnisse der Gemeinden Rücksicht zn nehmen und diesen ein Einfluß auf die Verrechnung des Auflang als Beamter gewirkt und als Dichter geschaffen hat, woselbst er am 20. Juli 1872 gestorben ist und wo er beerdigt liegt. " Doch der Aufruf tat nicht seine Wirkung. So sehr auch das Andenken Lutterottis im Volke fortlebte, obwohl er nie veralten wird, die für das Denkmal notwendigen Gelder liefen nur spärlich ein. Am 14. Mai 1893, also zwei Jahre nach dem ersten Aufrufe, sah sich das Exekutiv - Komitee gezwungen, noch einmal einen Appell zu richten an die Herzen der Tiroler, „ die stets gewußt haben, ihre verdienten Söhne zu ehren und ihr Andenken der Nachwelt zu erhalten. " 1893 waren es hundert Jahre, daß Lutterotti geboren worden war, und da wäre wohl der richtige Moment gewesen, den hundertsten Geburtstag des Dichters mit der Enthüllung de§ Denkmals würdig zu begehen. Bildhauer Eduard Posch, ein gebürtiger Imster, derzeit Professor in Bozen, hatte bereits den Entwurf für das projektierte Denkmal geliefert, eine Steinpyramide mit dem Bronzerelief des Dichters. Doch bis zum Juni 1893 waren nur wenig über 200 Gulden eingegangen, die noch erforderliche Summe von 500 Gulden war nicht hereinzubringen. Von jetzt an blieb das Lutterotti- Denkmal ein Schmerzenskind der Imster und ist es heute noch. — Bildhauer Posch, voll Liebe für seine Heimat, machte sich begeistert an die Arbeit; er modellierte einen Lutterotti, wie er leibte und lebte, mit all jener Naturalistik, die Posch in seinen Werken und seinem Charakter eigen ist, die alle an ihm schätzen, die ihn kennen. Im März 1895 kam wandes einzuräumen ist. Der Landesbeitrag ist mit Berücksichtigung des im Jahre 1899 aufgestellten Schlüssels nach Maßgabe des nachgewiesenen Bedarfes auf Deutsch und Jtalienisch - Tirol zu verteilen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 1. Juli 1902, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7018-lutterotti-denkmal-in-imst-bleibt-auf-grund-der-noth-der-geldmittel-1902).

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