Honig erzielten. Berechnen wir das Kilogramm Honig nur zu zwei Kronen, so ergibt sich eine Einnahme von 360. 000 Kronen. Erwiesen ist, daß die Bienenzucht einen Reingewinn von 75 pZt. einträgt, das ist also eine Reineinnahme aus der Bienenzucht von 270. 000 Kronen, daher denn doch eine Summe Geldes, die in die Wagschale fällt. Bedenken wir nun, was diese Bienenvölker beigetragen haben zur Befruchtung der Blüten an Obstbäumen, Pflanzen und Kräutern, bedenken wir, wie groß der moralische Nutzen der Bienenzucht ist, so ist es wohl nicht übertrieben, wenn behauptet wird, die Bienenzucht gereiche dem Lande zum Segen. Das rasche Aufblühen der Bienenzucht verdankt Tirol in erster Linie dem Landeskulturrate, welcher vom!. k. Ackerbauministerium Subventionen erwirkte, die zur Unterstützung der Zweigvereine verwendet wurden. Dem Zentralvereine für Bienenzucht war es nur dadurch möglich einen Wanderlehrer heranbilden zu lassen, daß er vom Landeskulturrate eine Subvention erhielt. Allein die Mittel, die dem Landeskulturrate zur Verfügung stehen, sind nicht mehr hinreichend. Sie genügten früher, als der Zentralverein nur 8 bis 10 Zweigvereine zählte, heute aber bestehen 33 Zweigvereine für Bienenzucht in allen Gauen Tirols, was nützen da etwa 600 Kronen? Soll die Bienenzucht nicht zurückgehen, sondern noch mehr aufblühen, so ist es notwendig, daß der Zentralverein über eine größere Summe Geldes verfügen kann. In allen Kronländern Österreichs wird von Seite der Landesregierung der Bienenzucht große Aufmerksamkeit geschenkt und dieselbe auch mit Geldunterstützungen gefördert. Könnte nicht auch das Land Tirol der Bienenzucht ein kleines Opfer bringen und zur Hebung derselben einen, wenn auch kleinen Beitrag an Geld bewilligen? An vielen Orten könnten noch Vereine gegründet werden und Hunderte von Menschen würden eine nicht zu unterschätzende Einnahmsquelle finden. Aber dazu gehört einmal Geld, und wenn auch nicht viel. Daß ein Mangel an Honigabsatz eintritt, ist nicht befürchten, denn der Tiroler Honig ist zu gut und hat seine Wege in alle Kronländer Österreichs, ja nach Deutschland, nach der Schweiz und nach Italien gesunden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. Jänner 1903, S. 9, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7156-wachstum-der-bienenzucht-in-tirol-und-der-ruf-nach-mehr-staatlicher-1903).
und werden nach Wiederaufnahme der parlamentarischen Arbeiten gewiß ohne Ausnahme trachten, den Wünschen des Schuhmachergewerbes nachzukommen. ( Beifall.) In ähnlicher Weise sprach Abg. Förg. Er führte aus, daß der Z 38 …
t. Lebensgefährliche Gewerbe. Von Karl Rudolfi. Die Spruchweisheit des Volkes sagt: „ Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um " und will damit sagen, daß derjenige, der mutwillig mit seinem Leben spielt, sich nicht bek …
(Der Bienenzüchter - Zentralverein für Deut sch tirol) hielt kürzlich in Innsbruck seine 10. Generalversammlung ab, die von den Zweigvereinen sehr gut beschickt war. Nach Begrüßung der Erschienenen gab der Obmann Reisch …
(Glücklicher Fischfang.) Wie die „ Österr. Alpenpost " berichtet, wurde am 21. d. M. unterhalb Jnzing vom Zirler Kalkofenbesitzer Schnaitter mittelst Fischstechers im Inn ein prachtvoller Huchen erlegt, der ein Gewicht v …
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