Bezüglich des Ansuchens des israelitischen Vereines Cheora Kadischa wegen Erbauung einer Leichenhalle in der israelitischen Abteilung des Friedhofes spricht sich der Gemeinderat für die Bewilligung des Baues unter gewissen Bedingungen aus. Anknüpfend daran kommt GR. Prcf Juffinger darauf zu sprechen, daß es gut wäre, überhaupt eine große Leichenhalle zu bauen und obligatorische Überführung der Leichen ins Leichenhaus anzuordnen. GR. Kapferer meint, man solle diesbezüglich eine Art Volksabstimmung einleiten. Das Ansuchen mehrer Hausbesitzer in der Viadukl und Kapuzinergasse um Rückvergütung der Auslagen für die K an a l a n s ch l u ßle i t ungen wird abgelehnt. Der im Gemeindegebiete von Wilten liegende ehemalige Ragglgrund nächst der Triumphpforte wird an die Gemeinde Wilten verkauft unter der Bedingung, daß sich diese verpflichtet, den Grund als Straßengrund zu betrachten und auf demselben keinerlei Buden anfzustellen. Für die Durchführung der pro 1903 in Aussicht genommenen Kanalisierungs - Arbeiten werden 400. 000 Kronen benötigt. Der Gemeinderat beauftragt die Finanzsektion im Einvernehmen mit dem Bürgermeister über die Frage der Ausbringung dieser Summe schlüssig zu werden. Im letzten Jahre wurden 30 Prozent Ersparnisse gemacht. Die Kanalisierungsarbeiten für das Jahr 1903 sind laut Ausführungsplan folgende: Herstellung des tzauptsammelkanales in der Siebererstraße bis zum Jnnsteg. Herstellung des Hauptkanales VII von der Siebererstraße bis zur Stadtgrenze samt Nebenkanälen. Herstellung folgender Anschlußleitungen: Bahnstraße, Viaduktgasse, Fabriksgasse, Dreiheiligenstraße, Kohlstattgafse, Gärbergasse, Grillparzerstraße, Zeughausgasse, Kapuzinergasse östlich des Viaduktes. Bezüglich Errichtung e uer provisorischen Schlachthalle beim Fleischbankgebäude werden 17. 000 Kronen bewilligt. Mit dem Bau soll baldigst begonnen werden. Für Adaptierungen, welche am Tschonerhanse vor genommen werden sollen, ( Schaffung von Geschästslokalen) werden 6000 Kronen bewilligt. Die hiedurch zu erzielende Mehreinnahme an Jahreszins beträgt 2200 Kronen. Zur Vornahme von verschiedenen Herstellungen im aseptischen Operationsraume der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses werden 645 Kronen unter der Voraussetzung bewilligt, daß der Staat die übrigen erforderlichen 1255 Kronen beiträgt. Ein Ansuchen der Vorstände der chirurgischen und der psychiatrischen Klinik um Anbringung von Doppeltüren wird trotz der Fürsprache des GR. Prof. Juffinger vorläufig abgelehnt. Der freiwilligen Feuerwehr wird eine Kreditüberschreitung von 2454 Kronen genehmigt unter gleichzeitiger Aufforderung, künftig das
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. März 1903, S. 35, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7192-bewilligung-des-leichenhauses-und-ablehnung-von-rueckverguetungen-1903).
Schaukästen auf städt. Grund. Bezüglich der Feststellung der Entschädigungen für die Inanspruchnahme von städtischem Grund bei Herstellung von Portalauslagen, Schaukasten u. dgl. bringt Referent GR. Kapferer eine geänder …
wieder Verwahrung dagegen einlegen. Mit dieser Aufforderung schloß Abg. Schönerer nach fast dreistündiger Rede seine Ausführungen, von minutenlangem Beifall belohnt. Als zweiter Redner ergriff Dr. Schalk das Wort. Er wan …
Gemeindeausschußsitzung Witten. Gestern nachmittags fand unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Hei gl eine öffentliche Sitzung des Wiltener Gemeindeausschusses statt, als deren bedeutendstes Ereignis der Beschluß bez …
(Jahreshauptversammlung des Vereines der Deutschnationalen in Tirol.) Bei der ^ Vollversammlung des Vereines der Deutschnationalen in Tirol am 15. d. M. wurde der vom Vorstände, Rechtsanwalt Dr. Wenin, erstattete Jahresb …
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