Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
VON KARLS SCHULEN ZUM GYMNASIUM

Urkundliche Anfänge der Brixner Domschule bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgt

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 20. Juli 1903 · Seite 2
zu hören, Feuilleton. Aus der Vergangenheit unserer Tiroler Gymnasien. *) (Nachdruck verboten.) Fm Jahre 789 erließ Karl der Große den Befehl, daß an allen Klöstern und Kathedralkirchen für Knaben Schulen zu errichten sind, in diesen solle Gesang, Rechnen und Grammatik gelehrt werden. Es entstanden die berühmten Klosterschulen von Fulda, Reichenau, St. Gallen, ihre Leiter, ein Hrabanus, Maurus, Notker, genossen einen Ruf weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. In diese, wenn nicht noch in frühere Zeit, mögen die Anfänge der ehrwürdigen Brixner Domschule hinarisreichien. Ursprünglich am Bischofssitze Säben errichtet, übersiedelte die Schule mit diesem nach Urixen. Urkundliche Nachrichten über dieselbe haben wir erst aus dem 11. Jahrhundert. An der Spitze der Domschule stand ein Scholastikus aus der Reihe der Domherren, er unterrichtete und beaufsichtigte die Scolares und hatte für ihre Verpflegung und Bekleidung Sorge *) I.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 20. Juli 1903, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7282-urkundliche-anfaenge-der-brixner-domschule-bis-ins-11-jahrhundert-1903).

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