November 1906. -, getriebene und herumgewirbelle Rollsteine ihre Entstehung verdankt, die zu einer Zeit erfolgt ist, als der Talbach sich noch nicht so tief eingeschnitten hatte und in gleicher Höhe floß mit der Sohle der Höhle. Im vorderen Teile der Höhle finden sich nun zwei Schichten mit Spuren menschlicher Kultur, die sich weiter nach hinten allerdings vielfach mit Feuerstellen und Kohlenschichteu vereinigen. Es handelt sich um eine neolithische ( nensteinzeitliche) Schicht und eine Bronzezeitschicht. Gerade dort, wo die beiden Schichten zusammenstoßen, haben sich die schönsten Artefakte gefunden. Links fanden sich ' in der Kulturschicht viele Reste von Schafen und Schweinen, ebenso von Rindern, ein mit Steinwerkzeuge lr bearbeitetes Hirschhornwerkzeug, eine Feuersteinsäge, ein. poliertes Steinbeil, und ein sehr schöner Spinnwirtel. Dabei fanden sich in großer Menge Urnenscherben und in diesen Urnen, ebenfalls reichlich, gerösteter Weizen einer sehr großkörnigen Art. Die Bronzezeitfundstelle enthielt eine Menge Erzschlacken, Spuren verwitterter Bronze, " Bronzespiralen, Gußröhren, so daß die Annahme berechtigt erscheint, daß in der Bronzezeit in der Höhle ein Gießer gehaust hat. ( Wen: fiele da nicht der Geisterschmied ein. Hat sich in: Volke die dunkle Erinnerung an den keltischen Schmied in der Höhle erhalten?) Weiterhin wurden eine Anzahl durcheinander geworfener menschlicher Gerippe von Erwachsenen und Kindern gefunden, bei ihnen befand sich aber keinerlei Gerät oder Waffe. Nach allem stammt die Höhlenbärenschicht aus der Jnterglazialzeit, die der letzten Eiszeit voranging, während die graue nach hinten mächtiger werdende Schicht die Ablagerung der letzten Eiszeit ist, wobei sich die Abschrägung der Ablagerung durch das allmähliche Zurückweichen des Gletschers erklären läßt. Berechnet man nun die 20 Zentimeter dicke oben liegende Kulturschicht auf 3000 Jahre, so würde zur Bildung einer so mächtigen Schicht wie die Bärenschicht ( 2 bis 2 5 Meter) ein Zeitraum von 30 bis 40. 000 Jahren erforderlich gewesen fein, da aber die Verwitterung der Schicht viel weiter fortgeschritten ist und das Material viel dichter gelagert ist, muß man die oben genannten Zahlen vielleicht noch mit zwei oder drei multiplizieren. Außer den Knochen der oben angeführten Häustiere der Kulturschichten wurden in oer Höhle gefunden: Knochen von H ö h l e nbären ( bisher 15 guterhaltene Schädel, über 100 Unterkiefer und Knochen, die auf über 100 Individuen vorläufig schließen lassen), nur ein H ö h l e n l ö w e, viel von Wolf, ferner von Steinbock, Fuchs ( auch! neue Baue), Spuren von Nenntier, Knochen und Geweihe des Edelhirsches.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 8. November 1906, S. 7, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8079-fundreiche-kulturschichten-und-hoehlenbaerenknochen-in-einer-1906).
Der Besuch währte ungefähr zwei Stunden. (Beobachtungen des ' meteorologischen Observatoriums der Universität Innsbruck.) NaH dreijähriger Pause ist in der Wagnerischen Nulversitäts - Buchdrucke- MMvoch den 14. Feüruar T …
für jene, welche nach Absolvierung des vierjährigen philosophischen Fakultätsstudiums zum Doktorat oder zur Lehramtsprüfung für Mittelschulen zugelassen werden, wollen. Als außerordentliche Hörerinnen können die Absolven …
( $ rä historische Funde.) Bei den Kanalisierungsärbeiten nächst dem Toreingange zum Stifte Wilten wurden dieser Tage eine Reihe von Gräbern bloßgelegt, ein Teil in einer Tiefe von ungefähr zwei Metern, ein anderer Teil …
Prof. Dr. Ludwig Lantschner. (Zu seinem 80. Geburtstage.) Am gestrigen Tage feierte eine der bekanntesten und markantesten Erscheinungen unserer Stadt, Universitätsprofessor Dr. Ludwig Lantschfi ner, zu Otz im Kreise sei …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.