Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
LECH GEWINNT ZURÜCK

Lechregulierung zwischen Hornbachmündung und Vorderhornbacher Brücke beschlossen

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 25. April 1907 · Seite 11 · #Flüsse und Wildbäche
(Die Lechregulierung.) Durch die im Laufe der Jahre immer mehr und mehr zutage tretende Verwilderung des Lechbettes unterhalb der Mündung des Hornbaches, sahen sich die Gemeinden Vorderhornbach und Stauzach im Lechtale gezwungen, für eine Regulierung des Leches zwischen der Hornbachmündung und der Bordernhornbacher Brücke Vorsorge zu treffen. Zu diesem Zwecke wurde vom Tiroler Landes- Bauamte ein vollständiges Regulierungsprojekt ausgearbeitet, welches mit Staats und Landeshilfe ausgeführt werden soll. Die projektierten Regulierungsbauten bezwecken vor allem den Schutz der bestehenden Kulturgründe an beiden Lechusern Zwischen der Hornb ach Mündung und der Vorderhornbacher Brücke. Auf dem rechter: Lechufer besteht noch die weitere Gefahr, daß der Lech bei einem allfälligen Durchbruche die bereits aus geführten Bauten oberhalb der Namlosbachmündung nebst dieser angreift und zerstört. Als Verbauungssystem wurde das nunmehr am Lech gebräuchliche, das ist Traversen in der Verbindung mit leitwerkartigen Steinsätzen in Anwendung gebracht. Am linken Lechufer sollen sieben in der gegenseitigen Entfernung und in der Länge verschiedene Traversen zur Ausführung komme::, deren Köpfe mit einem leitwerkartigen soliden von der Vorderhornbacher Brücke bis zur Hornbachmündung langenden Steinsatz verbunden werden. Mn rechten Lechufer hingegen, wo bereits Schutzbauten existieren, soll bei der bereits bestehenden alten Arche in der Nähe der Gemeindegrenze zwischen Elmen und Stanzach ein Hochwasserdamm von etwa 150 Meter Länge, welcher mit einem Steinsatz bis zur Vorderhornbacherbrücke verlängert wird, und nur zwei Traversen gebaut werden. Die Kosten der projektierten einheitlichen Regulierung belaufen sich auf 168. 000 Kronen und entfallen hievon auf bas rechte Ufer, Gemeinde Stanzach, 58. 000 Kronen und auf das linke Ufer, Gemeinde Vorderhornbach, 110. 000 Kronen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 25. April 1907, S. 11, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8177-lechregulierung-zwischen-hornbachmuendung-und-vorderhornbacher-1907).

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