(Zum Unglück beim Brückenbau in Vö Ls — Kranebitten) werden uns nachträglich noch einige Einzelheiten gemeldet, die ersehet: » lassen, daß das Unglück ein geradezu schauderhaftes Drama war. Rechts und links hatten sich je 40 bis 50 Zuschauer eingefunden, doch konnte man zur Rettung des unglücklichen, an die Pilote sich klammernden Plattner nichts Lun, da die einfachste Vorsichtsmaßregel, die bei einen Brückenbau beachtet werden sollte, die Bereu thaltu ng einer Rettungszille, nicht beobachtest worden war. Die Eltern und die Frau Plattuers jammerten herzzerbrechend. Das Werfen von Leinen half nichts, weil Plattner keine Hand loslassen konnte, ins Wasser zu springen, wagte aber niemand. Nach einer Stunde holte man den zufällig in Kranebitten befindlichen Artisten Herrn Konrad Schnappauf, da man sich von ihm Hilfe versprach. In der Tat wollte dieser auch Rettung bringen. Ohne sich lange zu besinnen, ließ er sich an seilen und sprang samt! den Kleidern ins Wasser. Da sich zeigte, daß er mit den Kleidern nicht gut schwimmen könne, entledigte sich. Herr Schnappauf derselben und sprang dann abermals in den Fluß. Nun gelang es ihm, bis zu einem halben Meter in die Nähe des bedauernswerten Mannes zu kommen. Schon hatte es den Anschein, als ob die Rettnng gelingen wollte, schon streckte Plattner eine Hand aus, als die Strömung den kühnen Schwimmer fortriß. Ein drittesmal noch machte Schnappauf den Versuch, Plattner zu retten. Diesmal erreichte er die Pilote, aber leider so, dos; sich das Seil um dieselbe herumwickelte. Infolge dessen geriet Schnappauf selbst in Lebensgefahr und mußte mit den Wellen kämpfen, um sich selbst zu retten. Dadurch, daß er mehrmals an die Pilote angeschleudert wurde, erlitt er am ganzen Körper blutunterlaufene Quetschungen. Schließlich verlor er die Kraft und konnte dem unglücklichen Plattner nur noch! zurnfen, Loszulassen und sich an seinem (Schnappaufs) Rücken festzuklammern. Plattner konnte der Aufforderung nicht mehr Folge leisten. Nässe und Kälte hatten ihm so zugesetzt, daß er den Kbampf bekommen hatte und nicht mehr loslassen konnte. Erst als der Retter von ihm bereits wieder ein Stück entfernt war, lösten sich Plattners. Hände von selbst. Nochmals gelang es ihm dann, die Piiote zu erhaschen, allerdings nur mit einer Hand. Einige bange Minuten vermochte er sich noch zu halten, dann sank er mit einem Aufschrei in die Wellen, in denen er
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 12. Oktober 1907, S. 10, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8265-tragisches-ertrinken-eines-mannes-beim-brueckenbau-in-kranebitten-1907).
Jänner 1907 mit ganz überwiegender Majorität der Regierung den schuldigen Dank für die Lokalbahnvorlage und speziell für die in derselben enthaltenen reichlichen Subventionen für die Teilstrecken Innsbruck— Scharnitz und …
(Jnnb rücke bei Kranebitten.) Die „N. Fr. Pr. " bringt folgende Notiz: „ Nach lancr- Mittwoch den 23. Jänner 1907. jährigen Verhandlungen ist zwischen den Gex meinben Kranebitten ( soll heißen Gemeinde HM ting) und Völs …
Er ist an Herzschlag gestorben. (Von der Trambahn Innsbruck- Hall.) Aus Hall wird uns geschrieben: Die Trarmvay Innsbruck — Hall hat in diesem schnee - * reichen Winter eine schlimme Zeit. Schon beim geringsten Schneefal …
(Ein Lokalbahn - Projekt Hall — Schwaz.) Die Stadt Schwaz hat, wie die ,Unterinntaler Nachr. " schreiben, im Verein, mit Zivil - Ingenieur Ritter von Meinong an as k. k. Eisenbahnministerium ein Gesuch um ie Erteilung de …
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