Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
TINTENSPUR MIT EIGENEM STIL

Kritische Betrachtung der Quellenpraxis des Tiroler Anzeigers

(Die geschäftlichen Praktiken des „Anzeigers ".) Dem Publikum so recht vor Augen zu führen, welche wertvolle Bereicherung unser öffentliches Leben durch das mit so vielem Lärm angekündigte und mit so viel Geschrei täglich erscheinende christlichsoziale Blatt erfuhr, gäbe es Stofs genug, aber es lohnt nicht der Mühe. Wir laden unsere Leser dafür heute freundlichst zu einem kurzen Blick durchs Redaktionssenster des „ Tiroler Anzeigers " ein. — Es ist ein offenes Geheimnis, daß eine Redaktion auch eine Schere braucht; aber daß die Schere ^ unserem christlichsozialen Blatte so sehr im Fleisch und Gebein der Feinde wütet, gegen die man ebendort auch sehr viel Tinte ( allerdings fruchtlos) verspritzt — das ist nicht recht. Wir haben zu jedermanns Einsicht eine ganze Reihe von „ Anzeiger " - Nnmmern in unserer Redaktion bereitgeügt. In jeder dieser Nummern sind üb erreichend viele Notizen und Artikel rot angestrichen, bei denen wir an ganz untrüglichen Kennzeichen die Herkunft ans unserem Blatte Nachweisen können. Meist ist die Quelle gar nicht angegeben; will man aber in der „ Anpiaer " - Redaktion besonders nobel sein, so sckmivt mcm°
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 30. Mai 1908, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8392-kritische-betrachtung-der-quellenpraxis-des-tiroler-anzeigers-1908).

Weitere Berichte aus der Rubrik „Presse & Verlagswesen“

✎ Korrektur-Modus Klicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel |