Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
KEIN VERTRAG – NUR EINE HOPE

Zukünftige Überlassung des Stadttheaters für Monatsopern und neue Spielzeitbedingungen

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 2. Oktober 1908 · Seite 6
Vom Stadtthenter. Referent: GR. Dr. Rohn: Theaterdirektor Häusler aus Stuttgart, der Direktor der seit mehreren Jahren hier gastierenden Monatsoper, hat bisher stets seinen Kontrakt mit dem Direktor des Stadttheaters abgeschlossen. Nun stellte Häusler an die Stadt Vertretung das Ansuchen, ihm dcch Stadttheater zur Aufführung von Monatsoper n auf die Dauer von drei Jahren zu überlassen, und zwar von Ostersonntag des Jahres 1909 angefangen und zu den bisherigen Bedingungen. ^er Gemeinderat stimmte dem Ansuchen auf kontraktliche Überlassung des Theaters an Direktor Häusler durch die Stadt zur Aufführung von Monatsopern zu, er kann aber keine bestimmte Zusage in dieser Sache machen, denn das Theater wird nach Ablauf der eben begonnenen Saison neuerlich zur Vergebung ausgeschrieben und da müsse man erst zuwarten und sehen, ob der neue Theaterdirektor nicht etwa selbst Opern aufführe. Die Theatersektion will das Stadttheater im kommenden Jahre ^ nur mehr auf die Dauer von zwei Jahren zur Vergebung ausschreiben, weil es sich bisher stets gezeigt habe, daß im ersten und dritten Spieljahre Besseres geboten wurde, als in dem in der Mitte der Kontraktszeit gelegenen Jahre. Ferner soll die Spielzeit nicht mehr wie bisher am 1. Oktober, sondern am 15. September beginnen und am 15. April ( nicht mehr am Palmsonntag) enden. Notwendig wird auch die Verstärkung des Theaterorchesters auf 28 Mann, die Verbesserung der Ausstattung, die Vermehrung der Bühnenarbeiter auf 8 Mann, um die lästigen langen Pausen hintanzuhalten, ferner müssen die Mitglieder des Theaterorchesters künftig aus der städtischen Musikkapelle entnommen Werden. Der Theatersektion soll es auch anheimgestellt bleiben, die Kartensteuer Zn pauschalieren. ^ ^ ' Freitag den 2. Oktober 1908. ^ GR. v. Gug genberg hält es ' für schwierig, ' einen Theaterdirektor zu finden, der unter solchen Bedingungen existieren könne. Er beantragte die Zurückstellung dieses Antrages aus die nächste Sitzung. Bürgermeister Greil versuchte die Bedenken des GR. v. Guggenbergs zu zerstreuen, man könne, versichert sein, Paß die besten Theaterdirektoren sich um das Innsbrucker Theater be - / werben werden, denn dieses sei ein bekannt gutes Geschäft. für einen Direktor.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 2. Oktober 1908, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8457-zukuenftige-ueberlassung-des-stadttheaters-fuer-monatsopern-und-1908).

Weitere Berichte aus der Rubrik „Literatur, Theater & Musik“

RODANK FEIERT 70 OHNE MASKE

Siebenzigster Geburtstag des Tiroler Schriftstellers Arthur von Wolkenstein-Rodenegg

Innsbrucker Nachrichten · 5. Jänner 1907 · S. 5 · Literatur, Theater & Musik

Neuwahl des Präsidiums und der Ausschüsse. (S i e b z i g st e r G e b u r L s t a g e i n e s T i r oler Schriftstellers.) Der bekannte ' Erzähler Arthur Graf von Wolken stein - Rodenegg, dessen Romane aus der Tiroler G …

✎ Korrektur-Modus Klicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel |