(Die Innsbrucker Univ er si tä t bau fällig.) Der Innsbrucker Schulskandal wur ' e um ein neues Kapitel bereichert. Das Gymnasium wurde mit einem zdostenaufwande von 12. 000 Kronen wieder notdürftig in Stand gesetzt und gestern wieder seiner Bestimmung zugesührt. Nurr geht der Rummel an der Universität los. Vom Gang des ersten Stockwerkes stürzte gestern um halb 10 Uhr vormittags nächst dem Lokale der Prüfungskommission für das Lehramt an Mittelschulen ein Stück des PlafondverpuZes nieder. Man verständigte sofort die k. k. Statthalterei, die sodann den Jttgenieur Blnmenthal und den Bau. möcster Retter mit der Untersuchung des Bau züstandes des ganzen Gebäudes betraute. Die Untersuchung, welche sogleich begonnen wurde, dürfte gar manche Schäden aufdecken, von denn, man bisher nichts wußte oder nichts wissen wollte. Ungezählte Sprünge an der mit hübschen Verzierungen ausgestatteten Decke des langen Ganges im ersten Stockwerke lassen mit Recht befürchten, daß eines schönen Tages die ganze Masse herabstüpM. unif nröglicherweise großes Unheil änrichten wird, wenn nicht rechtzeitig Sicherheitsmaßregeln getroffen werden. Der schäbige Zustand der Aula ist längst lekannt, es können ja in derselben schon seit Jahren wegen Bausälligkeit keine Feierlichkeiten mehr abgehalten werden. Gerade zu Ende des Vorjahres wurde aus diesem Grunde von einer feierlicher: Inauguration und von der Veranstaltung einer Kaiserjubiläumsseier unter Zuziehung der ge samten Hörerschaft abgesehen und die am 15. Dezember vorigen Jahres abgehaltene feierliche JmmatrikuLation der neu inskribierten Hörer und Hörerinnen mußte aus dem gleichen Grunde in zwei Partien stattsind en. In der Dekanats kanzlei wackelt der Boden derart, daß es die Untersuchenden als „ unheimlich " bezeichnten. Es besteht große Gefahr, daß der zwischen dieser Kanzlei und dem ebenerdig gelegenen Hörsaab XI befindliche Zwischenboden ein stürzt. Die Kanzlei muß daher jedenfalls geräumt werden Im zweiten Stockwerke mußte man den Decken verputz des Ganges schon vor Jahrzehnten herabschlagen. An Stelle desselben wurde ein- Bretter Verschalung an die Decke genagelt, dir im Laufe der Jahre aber ganz morsch geworben ist, well das Dach der Universität so durchlässig ijk, daß bei der Schneeschmelze oder bei Regen güssen stets ein ganzer See auf dem Estrich entsteht, dessen Wassermengen dann naturgemäß durch die Decke durchsickern. Auch das im zwei ten Stocke gelegene botanische Museum und das Gypsmuseum haben unter diesem Umstande zu leiden. Als Kuriosität sei dieser Schilderung des Bauzustandes unserer — Hochschule noch angefügt, daß sich in jedem Stockwerke des großen,
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 17. Februar 1909, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8529-einsturz-eines-plafondteils-an-der-innsbrucker-universitaet-1909).
Das botanische Institut und der botanische Garten in Innsbruck. Herr Professor Heinricher schreibt uus >: Zn dem Berichte, den die „ Innsbrucker Nachrichten " über die Versammlung des Deutschen Bolksvereines vom 1. d. M. …
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Rümler aus Konstantinopel, usw. (S k e l e t t f u n d e.) Wie man uns aus Zams schreibt, stieß man dort bei der Aufdeckung des Grabens für die neue Wasserleitung auf menschliche Skelette. Eine erhöhte Aufmerksamkeit bra …
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